Ebenso wie die Kanarischen Inseln befinden sich derzeit auch die Balearen im Kampf gegen die Erdölindustrie (das Wochenblatt berichtete). Vier verschiedene Konzerne planen, im Mittelmeer nach Erdöl- und Erdgasvorkommen zu suchen.
Umwelt
Umweltministerium entscheidet zugunsten Repsol
Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt hat am 29. Mai praktisch den Weg für die von Repsol vor den kanarischen Küsten geplanten Probebohrungen geebnet. Mit Erlass eines positiv ausfallenden Umweltgutachtens wurde das größte Hindernis für das Projekt aus dem Weg geräumt. Läuft alles nach Plan, könnte noch vor Jahresende mit den Sondierungen nur 60 km vor der Küste von Lanzarote begonnen werden.
Vorbereitungen für die Waldbrand-Saison
Mit dem Juni beginnt auf den Kanaren die Zeit erhöhter Waldbrandgefahr. In diesem Jahr gibt es Neuerungen im Zivilschutzplan zur Kontrolle des Brandrisikos (Infoca). Ein technischer Leiter und ein Flugkoordinator verstärken die Einsatzleitung und die mögliche Entwicklung eines Brandherdes wird künftig durch einen Index berechnet.
Zum zweiten Mal ohne Blaue Flagge
Schon im zweiten Jahr in Folge werden die drei wichtigsten Strände von Arona nicht mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Die Kennzeichnung wird durch die in Dänemark ansässige Stiftung für Umwelterziehung an Strände vergeben, die bestimmte Exzellenz-Kriterien für Wasserqualität, Serviceeinrichtungen und Umweltstandards erfüllen.
Quallenflut in Las Palmas
Ende Mai hieß es an den Stränden im Norden Gran Canarias für Badegäste wieder „dem Wasser fernbleiben“. Die Beschäftigten des Reinigungsunternehmens der Stadt Las Palmas hatten buchstäblich alle Hände voll zu tun, Tausende von Quallen zu beseitigen, die am Strand von El Confital angeschwemmt worden waren.
Teillösung des Wasserproblems im Inselnorden in Sicht
Seit Langem suchen die Inselregierung und die betroffenen Gemeinden nach Lösungen für die Probleme mit dem Leitungswasser im Inselnorden. Insbesondere wegen Überschreitens der gesetzlich vorgeschriebenen Fluorid-Grenze hatte das Gesundheitsamt für elf Gemeinden ein Trinkverbot verhängt (das Wochenblatt berichtete).
San Andrés ist weiterhin der Gewalt des Meeres ausgeliefert
Wieder einmal ist das Meer in die Straßen des kleinen Ortes San Andrés am Rande von Santa Cruz eingedrungen. Am 1. Juni brachen sich die Wellen über der Küstenstraße und verursachten beachtliche Schäden.
Extreme Waldbrandgefahr in Valencia
Die Experten schlagen Alarm – in der Region Valencia ist die Waldbrandgefahr extrem hoch. Ende Mai warnte Staatsanwalt José Antonio Nuño: „Ein Funke genügt, um einen Großbrand auszulösen.“ Und: „Ein solches Feuer könnte ein ganzes Dorf niederbrennen.“
Menschenketten gegen Probebohrungen
Organisiert von der Umweltschutzorganisation Ben Magec und der Plattform für ein neues energetisches Modell, bildeten sich am 10. Mai auf allen Inseln mehr oder weniger lange Menschenketten.
48 Blaue Flaggen für die Kanarischen Inseln
Die Stiftung für Umwelterziehung (Foundation for Environmental Education, FEE) mit Sitz in Dänemark verteilt dieses Jahr 48 ihrer begehrten „Blauen Flaggen“ auf dem kanarischen Archipel, zwei mehr als im vergangenen Jahr. Damit nehmen die Kanaren den dritten Platz im Ranking der spanischen Regionen mit der größten Zahl von Stränden mit diesem Umweltsiegel ein. An der Spitze steht weiterhin Galicien mit 142 Blauen Flaggen, gefolgt von der andalusischen Mittelmeerküste mit 98 Blauen Flaggen.










