Fast pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn traf am letzten Novemberwochenende das dritte Regentief seit Herbstbeginn auf die Kanarischen Inseln. Bereits am 27. November gab die Kanarische Regierung eine Unwetterwarnung heraus, die auf der Vorhersage des staatlichen Wetteramtes basierte.
Umwelt
75% lehnen die Erdölsuche ab
In dem erbitterten Streit zwischen Regional- und Zentralregierung um die Probebohrungen des Ölkonzerns Repsol hatte letztere zunächst einen Sieg errungen als das Verfassungsgericht die geplante Volksbefragung vorläufig stoppte. Kanarenpräsident Paulino Rivero, der die öffentliche Meinung hinter sich weiß, ließ sich jedoch nicht entmutigen und zumindest eine groß angelegte Umfrage durchführen. Dabei zeigte sich, dass mit 75,4% eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen eine zukünftige Förderung von Erdöl in den Gewässern der Kanaren eingestellt ist.
Unerwarteter Zuchterfolg
Normalerweise kommen Meldungen über die glückliche Geburt von Eidechsenbabys bedrohter Arten von La Gomera oder El Hierro, doch nun ist auch die Inselregierung von Fuerteventura dabei, eine Kinderstube für eine besondere Eidechsenart einzurichten.
Sierra Nevada gehört zu den bestgeführten Schutzgebieten der Welt
Der Nationalpark Sierra Nevada in Andalusien gehört zu den am besten geführten Naturschutzgebieten der Welt. Er hat es auf die „Grüne Liste“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) geschafft, die im November in Sydney zum ersten Mal vorgestellt wurde.
Unwetterwarnung
Die kanarische Regierung hat infolge der Vorhersage des staatlichen Wetteramtes Aemet (Agencia Estatal de Meteorología) eine Unwetterwarnung für den Archipel herausgegeben.
Luftschloss muss abgewickelt werden
Das Verwaltungsgericht von Soria, im Norden Spaniens in der Autonomen Region Kastilien-León gelegen, hat angeordnet, die sogenannten Energie-Kuppeln (s. Foto) abzureißen und das Gelände wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.
Streit um den Nationalpark Doñana
Die Firma Gas Natural hat die Andalusische Regierung auf 358 Millionen Euro Schadensersatz verklagt wegen ihres Vetos zu deren Projekt zur Förderung und Einlagerung von Gas im und um den Nationalpark Doñana.
„Arctic Sunrise“ unterstützt Proteste gegen Repsols Ölsondierungen
Das Greenpeace-Kampagnenschiff „Arctic Sunrise“ hat verschiedene Inseln des Archipels besucht, um die kanarische Bevölkerung in ihrem Kampf gegen die Erdölsuche der Firma Repsol zu unterstützen. Erste Anlaufstelle war der Hafen von Arrecife auf Lanzarote, in den folgenden Tagen ging es nach Fuerteventura und Gran Canaria. Eine der Aktionen war die Ausbringung des Modells einer Ölplattform vor Lanzarote, an der ein Plakat mit der Aufschrift „Prospecciones no – Renovables si“ (Sondierungen nein, Erneuerbare Energien ja) angebracht wurde.
Deutlich weniger Waldbrände
Das Cabildo von Teneriffa hatte Ende Oktober Erfreuliches zu vermelden: Die Zahl der Waldbrände ist im vergangenen Sommer im Vergleich zu anderen Jahren deutlich zurückgegangen. Demnach könne die diesjährige Waldbrandschutzkampagne als besonders erfolgreich und effektiv eingestuft werden, freuten sich Cabildo-Präsident Carlos Alonso und die Leiterin des Inselumweltamtes, Ana Lupe Mora, bei der Pressekonferenz.
Mehr Schutz für die Natur
Gran Canarias Cabildo-Präsident José Miguel Bravo de Laguna hat gemeinsam mit der Leiterin des Inselumweltamtes ein Projekt zur Abgrenzung und Beschilderung der Charca de Maspalomas vorgestellt, durch das dieses Ökosystem und seine Bewohner vor der immer größeren Belastung durch Besucher geschützt werden sollen.









