Mehr als hundert verlorene Tage

Hundert Tage sind seit den Wahlen vom 20. Dezember vergangen, und die Parteien haben sich nur auf zwei Dinge geeinigt: Eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Brüssel abzuhalten und anlässlich der Ostertage für 20 Tage in Parlamentsferien zu gehen. Letzteres mit der Zustimmung sämtlicher politischer Gruppen. Für Beobachter ein enttäuschendes Panorama, denn die politischen Führer scheinen die Zeit verstreichen zu lassen, bis am 2. Mai das Parlament aufgelöst und für den 26. Juni Neuwahlen angesetzt werden.

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Spanien wird den Pakt mit der Türkei blockieren

Die spanische Regierung hat ihre Einstellung gegenüber dem Abkommen mit der Türkei über die Zukunft der Flüchtlinge geändert. Anfangs hatte Mariano Rajoy erklärt, er stehe voll dahinter. Später schränkte er dann ein, seine Unterschrift müsse er von einem Konsens im Abgeordnetenkongress abhängig machen. Doch jetzt hat der Außenminister José Manuel García-Margallo eine neue Version ins Spiel gebracht: Er kritisierte das Abkommen zwischen der EU und der Türkei heftig und drohte damit, es beim Gipfeltreffen zu blockieren, falls es Massenausweisungen vorsehe oder die internationale und europäische Rechtsprechung in Sachen Asylrecht verletze.

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Wähler unterstützen ein Bündnis von PSOE und Ciudadanos

Eine im Auftrag von El País vor der Parlamentsdebatte zur Wahl von Pedro Sánchez durchgeführte Umfrage brachte zutage, dass die meisten Spanier die Meinung vertreten, die Abgeordneten von PP und von Podemos sollten für das Bündnis von PSOE und Ciudadanos stimmen bzw. sich enthalten (50% bzw. 52%). Bemerkenswert ist, dass auch die eigenen Anhänger der beiden Parteien – entgegen der Haltung der Parteispitze – für eine Unterstützung von PSOE und Ciudadanos plädieren (50% bzw. 56%).

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