In der öffentlichen Grundschule von Aguamansa ist alles anders.
Zum Unterricht wird nicht mit einer Klingel oder Sirene, sondern mit Musik gerufen. Der Tag beginnt mit Gesprächsgruppen und Versammlungen, in denen jeder über seine Gefühle und Sorgen sprechen kann.
Kultur
Wandern und entdecken
Er hat gute Chancen, älter zu sein als der berühmte „Drago Millenario“ aus Icod de los Vinos. Anders als dieser wächst er aber ziemlich verborgen, obwohl er sich nur wenige Gehminuten vom Parkplatz „Minas de San José“ im Cañadas-Nationalpark erhebt. Hier oben auf gut 2300 m Höhe Jahrhunderte lebend zu überdauern, extremen Temperaturwechseln ausgesetzt zu sein, Stürmen zu trotzen, trockene Luft, Wassermangel und hohe UV-Strahlung zu ertragen, verlangt jedem Organismus mehr ab, als die meisten verkraften können. Man sieht dem uralten Zedernwacholder (Juniperus cedrus) auf den ersten Blick den täglichen Überlebenskampf nahe der natürlichen Baumgrenze an. Mit der Mächtigkeit des „Drago Millenario“ und dessen Stammumfang kann er bei Weitem nicht mithalten. Klein und gedrungen steht er da und ist dennoch geradezu ein Ausdruck lebendiger Kraft. Wie er auf seinem verdrehten und gewundenen Stamm, der kaum 3 m Höhe erreicht, zwei schwere, buschige Äste trägt, erinnert er an einen sich erhebenden Riesen mit emporgereckten Armen. Wie beim „Drago Millenario“, dessen unbestimmbares Alter Botaniker auf etwa 500 Jahre schätzen, kennt auch niemand das Alter dieses Methusalems, den man manchmal ehrerbietig „Patriarca del Teide“ nennt. Einige Hundert Jahre steht er gewiss schon dort.
Klassenstärke wird gesenkt
Nach vier Jahren ermöglicht der Haushaltsentwurf für 2016 zum ersten Mal wieder den Ersatz jeder Lehrkraft, die in Rente geht oder aus anderen Gründen den Posten verlässt. Auch die Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens und die Beamten wichtiger öffentlicher Dienste sollen wieder komplett ersetzt werden.
Dumont Reise-Taschenbuch: LANZAROTE von Verónica Reisenegger
Auf knapp 300 Seiten stellt das DuMont Reise-Taschenbuch alle sehenswerten Orte und Ausflugsziele auf Lanzarote übersichtlich vor, Stadtspaziergänge, ungewöhnliche Entdeckungstouren sowie ausgewählte Radtouren und Wanderungen erschließen die Highlights und Besonderheiten der kanarischen Vulkaninsel.
Pepe Dámaso stiftet seinen Kunstfundus dem kanarischen Volk
Der betagte kanarische Künstler Pepe Dámaso, Träger des kanarischen Kunstpreises 1996, hat Ende September überraschend Regierungspräsident Fernando Clavijo zu sich geladen, um ihm die Mitteilung zu machen, dass er seinen gesamten Kunstfundus dem kanarischen Volk vermacht.
Rückblick
Mit der Gründung einer eigenen, wenn auch kleinen, Fluggesellschaft ging ein langgehegter Wunsch der Kanaren nach „eigenen Flügeln“ im Oktober 1985 in Erfüllung. Zuvor waren die Verbindungen zwischen den Inseln des Archipels eher schlecht als recht durch die damals noch nationale Gesellschaft Iberia versehen worden. Erst 1988 wurde die interinsulare Gesellschaft Binter ins Leben gerufen, die damals ebenfalls unter der Federführung von Iberia stand und erst 11 Jahre später – 1999 – privatisiert wurde. Mit einem großen Prominenten-Aufgebot wurde die erste Maschine der „Lineas Aereas Canarias“ LAC auf dem Flughafen Los Rodeos vom kanarischen Bischof gesegnet und von der Ehefrau des damaligen Cabildo-Präsidenten getauft.
Lehrerschwund
Das kanarische öffentliche Schulwesen hat über die letzten vier Jahre mindestens 529 Lehrerstellen verloren. Laut der kanarischen Schulbehörde „Consejo Escolar de Canarias“ waren 2010 insgesamt 22.525 Lehrer an öffentlichen Schulen beschäftigt, im vergangenen Schuljahr hingegen nur noch 21.996.
La Orotava will Weltkulturerbe werden
La Orotavas Bürgermeister Francisco Linares (CC) ist fest entschlossen, seiner Stadt zum Titel „UNESCO-Welterbe“ zu verhelfen. Unterstützung erfährt er dabei mittlerweile von allen im Rathaus vertretenen Parteien, wie sich bei einer Ratssitzung herausstellte, bei der dieses Thema auf der Tagesordnung stand.
Wandern und entdecken
Auf über 25 km Länge stehen sie im Halbkreis aufgereiht und schauen auf das hinunter, was ihnen 200 – 500 m tiefer zu Füßen liegt. Man müsste hoch fliegen, um sie alle gleichzeitig auf ein Foto zu bekommen. Zwischen 30 und 40 Gipfel und Spitzen umfassen hufeisenförmig die Cañadas del Teide. Ihren Namen nach sind sie männlich und heißen El Cabezón, El Sombrero, El Roque del Cedro oder El Topo de la Grieta – fast alle. Denn zwei der imposantesten – La Fortaleza und La Guajara – sind eindeutig weiblich, allen Übersetzungsfehlern, die von „dem Fortaleza“ und „dem Guajara“ sprechen, zum Trotz. Man spricht in den Alpen ja auch nicht von „dem Jungfrau“ oder „dem Rote Flüh“. Die Frauenquote unter den Bergen ist allerdings auch auf Teneriffa klein. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vor etwa 170.000 Jahren in kürzester Zeit entstanden sind. Ein Tag nur möglicherweise, wahrscheinlich etwas mehr. In geologischen Zeiträumen spielt diese kleine Ungenauigkeit keine Rolle. Sie sind die Überreste und letzten Zeugen eines Berges, den es einmal gab, der sie um mindestens 1000 m überragte, von dem wir uns aber nur ein sehr ungenaues Bild machen können. Seine Trümmer liegen im Atlantik vor Icod de los Vinos; denn dorthin ist er damals hinuntergestürzt, der Vorgänger des Pico del Teide, den die Forscher Prä-Caldera-Vulkan nennen, weil er sich vor Entstehung der heutigen Caldera dort erhob. Auf unserem Weg können wir uns mit Einigem beschäftigen, was von diesem vergangenen Riesen zurückblieb.
Rollenspiele
In Max Frischs „Gantenbein“ spielt einer blind. Er kauft sich eine dunkle Brille, eine Armbinde und einen Blindenstock und genießt ein neues Leben. Ein Leben, in dem sich nun auch die anderen, die ihn für blind halten, ganz anders verhalten, als wenn sie sich gesehen und beobachtet wüssten.








