Mit der feierlichen Überreichung der Urkunde als letztem Akt hat sich die Columbus-Insel zum Biosphärenreservat gemausert. Stolz und selbstbewusst nahm der langjährige Präsident Gomeras, Casimiro Curbelo, Mitte November die Urkunde aus der Hand des Unesco-Repräsentanten Miguel Clüsener-Godt entgegen.
Kanarische Inseln
Die längste Scheibe des besten Schinkens der Welt
Schinkenschneiden ist eine Kunst – inbesondere, wenn es sich um den teuren Jamón Ibérico handelt, der in hauchfeinen Scheiben angerichtet wird. Wer sich als ungeübter Metzger schon einmal an einer dieser in einer Holzhalterung montierten luftgetrockneten Delikatessen versucht hat, wird wissen, dass es nicht einfach ist, diese Spezialität mit der nötigen Präzision zu zerlegen.
Es ist vorbei: Cho Vito wurde ausgelöscht
Die letzten Bewohner von Cho Vito haben die Schlacht verloren. Am 16. November in aller Frühe rückten Polizeikräfte an. Guardia Civil und Policía Nacional waren damit beauftragt, die neun bescheidenen Häuser, aus denen der Ort noch bestand, zu räumen, damit der Abriss durch den Bagger erfolgen konnte. Allein fünfzig Beamte der Guardia Civil waren Teil des übermäßigen Polizeiaufgebots.
Auf der Suche nach Lösungen
Nachdem der Staat die Posten für öffentliche Bauprojekte erheblich gekürzt hat (das Wochenblatt berichtete), sucht Domingo Berriel, Leiter der Ressorts Öffentlicher Bau, Transport und Territorialpolitik, nach Alternativen, um bereits begonnene Vorhaben wie Teneriffas Schnellstraßenring trotz der finanziellen Probleme möglichst bald fertigstellen zu können.
Das lange Warten auf einen Behandlungs- und Operationstermin
Seit Langem ist das kanarische Gesundheitssystem (SCS) überlastet. Allseits bekannt ist auch, dass der Patient nicht sofort einen Termin bei einem Spezialisten bekommt und manchmal sogar monatelang auf eine Warteliste gesetzt wird.
Arbeit nur für Canarios?
Regionalpräsident Paulino Rivero sorgte Anfang November erneut für Furore mit der Ankündigung, bei der Stellenvergabe Canarios den Residenten vorzuziehen.
Die Antwort des nach wie vor mit ihm im Zwist stehenden ehemaligen Regierungspartners und heutigen Ministers José Manuel Soria, ließ nicht lange auf sich warten. Soria warf Rivero vor, der Realität nicht ins Auge zu schauen und die tatsächlichen Probleme nicht anzupacken.
Bürgermeister zieht 1,5 Millionen von Bankia ab
Die Welle von Zwangsräumungen, die auf den Inseln und in ganz Spanien die Menschen empört, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Jeden Tag verlieren 20 bis 30 kanarische Wohnungseigentümer ihr Heim, die meisten, weil sie aufgrund der Krise und der damit einhergehenden hohen Arbeitslosigkeit die Raten ihrer Hypothek nicht mehr bezahlen können.
Grundnahrungsmittel: Kanaren abhängig vom Import
Die Abhängigkeit der Kanaren von der Einfuhr von Lebensmitteln ist besorgniserregend hoch. Der Löwenanteil des Bedarfs an Grundnahrungsmitteln, volle 92%, wird außerhalb der Inseln erzeugt.
Waldbrandopfer warten noch immer auf versprochene Hilfe
Am 10. November gingen in Santa Cruz de Tenerife etwa 250 Menschen auf die Straße, um in einer friedlichen Demonstration auf die Waldbrandopfer von La Gomera und die Untätigkeit der Institutionen nach der Feuerkatastrophe des vergangenen Sommers aufmerksam zu machen.
Wasserreserven gesichert
Nach einem ungewöhnlich langen Sommer und einer der längsten Dürreperioden der letzten sechzig Jahre ist nun endlich der ersehnte Regen auf den Inseln gefallen und hat die Wasserreserven wieder erhöht.










