Zwei slowakische Wanderer aus der Masca-Schlucht gerettet


Die Retter übernachteten mit den Wanderern in einer Höhle. Foto: Guardia Civil

Trotz der Sperrung hatten die Touristen den Wanderweg beschritten

Teneriffa – Obwohl die Wanderroute durch den Barranco von Masca wegen ihres schlechten Zustandes nach den Unwettern gesperrt worden war, hielten sich die Besucher zunächst nicht an das Verbot, nach zwei Tagen gewann jedoch die Vernunft die Oberhand, und der Wandererstrom ebbte ab. Die Schlucht von Masca ist auch unter besten Witterungsbedingungen nicht ungefährlich, sodass fast jede Woche Rettungsaktionen notwendig werden.

Auch zwei slowakische Touristen ignorierten die Sperrung, gerieten beim Abstieg zum Meer in Schwierigkeiten, als einer der beiden sich bei einem Sturz den Knöchel verstauchte und Prellungen im Rippenbereich zuzog. Zunächst wurde versucht, die beiden Wanderer per Helikopter herauszuholen, doch dieser konnte sie nicht erreichen. Daraufhin begann ein Team der Bergrettungsgruppe der Guardia Civil (GREIM), zusammen mit Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr von Santiago del Teide und der Berufsfeuerwehr, den Abstieg zu Fuß, um auf diesem Wege zu dem Verletzten zu gelangen. Dort angekommen, legten sie ihn auf eine Trage und brachten den Mann, der um die 100 Kilogramm wog, hinab zum Meer. Da es schon spät am Abend und der Zustand des Verletzten nicht lebensgefährlich war, verbrachten die beiden Touristen und die neun Helfer die Nacht in einer Höhle.

Am frühen Morgen des nächsten Tages flog ein Hubschrauber die elf Personen nach Santiago del Teide.




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Max

Diese Leute hatten sich über Absperrungen hinweggesetzt. Ich habe keinerlei Mitgefühl mit diesen Menschen. Sie sind erwachsen und wissen, was sie tun. Eine empfindliche Geldstrafe oder die Kosten der Rettungsaktion sollte fällig werden. Die Retter haben sich für diese Leute selbst in Gefahr bringen müssen.