Zehn Schafe von Hunden getötet


Ein Problem, das sich auf La Palma wiederholt

Mehrere Hunde haben auf einer Finca in Garafía zehn Schafe und ein Lamm getötet. Der Besitzer berichtete von zwei Angriffen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Beim zweiten Angriff sah er, dass es sich um Jagdhunde handelte, die seine Schafe – eine Rasse aus La Palma – durch tiefe Bisswunden am Hals töteten. Elf Tiere starben auf diese Weise, vier weitere wurden verletzt, andere flohen von der Weide und konnten nicht wiedergefunden werden. Die Hunde griffen offenbar nicht aus Hunger an, denn sie bissen die Schafe nur tot.

Der betroffene Viehzüchter erklärte matt, dass er nach diesem Erlebnis gute Lust hätte, das Züchten aufzugeben. Er fragte sich auch, warum sich die Hundebesitzer, die Jäger, nicht um ihre Tiere kümmern, wenn ihnen diese abhanden kommen, oder ob sie die Hunde absichtlich aussetzen.

Die Schaf-Rasse von La Palma ist eine bedrohte Art, die nur noch von wenigen Viehwirten gezüchtet wird und von der es heute nur schätzungsweise an die hundert Tiere gibt.

Es ist nicht das erste Mal, dass auf La Palma eine Viehherde von wilden Hunden angegriffen wird. Im Sommer letzten Jahres verloren Viehzüchter in Gemeinden wie Breña Alta, Mazo, Garafía und Fuencaliente Tiere auf dieselbe Weise. Immer wieder kam es zu Angriffen, bei denen Schafe, Ziegen und sogar Schweine getötet wurden. Die Betroffenen fragen sich, warum die Gemeinden nicht einschreiten.




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