Zebrahai aus Quarantäne entlassen


Udra in ihrem neuen Zuhause, dem Mangrovenwald-Aquarium. Fotos: Moisés Pérez/loro parque

Im Loro Parque ist der erste in Spanien in einem Aquarium geborene Zebrahai zu sehen

Teneriffa – Udra heißt der weibliche Zebrahai, der jetzt erstmals von den Besuchern des Loro Parque im Mangrovenwald-Aquarium von „Aqua Viva“ bewundert werden kann. Das Besondere an diesem Exemplar ist, dass Udra der erste Zebrahai ist, der in einem Aquarium in Spanien geboren wurde.

Bei seiner Geburt Ende 2016 wog der kleine Hai gerade mal 0,072 Gramm und wurde in einem Quarantänebecken so lange versorgt und überwacht, bis er nun die Größe von etwas mehr als einem Meter erreicht hat und kräftig und widerstandsfähig genug ist, um in dem Mangroven-Becken zusammen mit anderen Arten zu leben.

Zebrahaie (Stegostoma fasciatum) gehören zur Ordnung der Ammenhaie, die gern auf sandigem Boden in Korallenriffen leben. Eine Besonderheit dieser Tiere, weshalb sie auch Leopardenhai genannt werden, ist, dass Jungtiere eine Zeichnung aus schwarz-gelblichen Querstreifen aufweisen, während ausgewachsene Haie dann eine hellere Grundfarbe mit dunklen Flecken haben.

Udra als Jungtier mit Streifen. Fotos: Moisés Pérez/loro parque

Die Zucht von Unterarten wie dem Zebrahai im Loro Parque ist für die Forschung und Entwicklung von Artenschutzmaßnahmen für andere Arten wie die bedrohten Engelhaie (Squatina squatina) oder den Hammerhai (Sphyrnidae) von Bedeutung. Die Loro Parque Stiftung unterstützt Projekte zum Schutz dieser und anderer Arten. Erst vor wenigen Wochen haben Forscher der Organisation ElasmoCan, die sich für den Artenschutz und im Besonderen für Haie engagiert, dank der finanziellen Unterstützung durch die Loro Parque Stiftung erstmals einen Glatten Hammerhai (Sphyrna zygaena)  mit einem Satellitensender ausgestattet. Durch dieses Gerät kann die Wanderroute des Hais verfolgt werden, und die Forscher erhalten Informationen zu den bevorzugten Revieren des Tiers in Bezug auf Wassertiefe und -temperatur. Der Glatte Hammerhai, der zwar im Atlantik vorkommt, in den Gewässern der Kanarischen Inseln jedoch nur selten gesichtet wird, endet oft als Beifang. Aufgrund von Sichtungen von Fischern der Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote konnten die Forscher von ElasmoCan durch Proben die Anwesenheit von Jungtieren dieser Art nachweisen und sogar Gewebeproben entnehmen.

Dank der finanziellen Unterstützung der Loro Parque Fundación konnte erstmals in kanarischen Gewässern ein Hammerhai mit einem Satellitensender ausgestattet werden.

Die Bewegungen des mit einem Satellitensender versehenen Hammerhais können nun sechs Monate lang verfolgt werden. Danach wird sich der Sender automatisch von dem Tier ablösen.




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