Wohnraumzuschuss nicht ausbezahlt


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Die Kanarenregierung versagt bei der Erfüllung ihrer Subventionsprogramme und ignoriert seit einem Jahr die Beschwerden der Antragsteller

Im Zeitraum von 2009 bis 2012 haben knapp 2.000 junge Canarios Zuschüsse für den Bau oder Erwerb eines Eigenheims beantragt, die ihnen bis heute nicht ausgezahlt wurden.

Nun haben sie sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, um ihrer Forderung gegenüber der Kanarenregierung Nachdruck zu verleihen. In einem ähnlichen Fall, dem Programm „Junge Hypothek“ (Hipoteca Joven), hatte diese Vorgehensweise am Ende Erfolg. 

Die Gruppe, bestehend aus 80 Betroffenen, hat erreicht, dass ihr Anliegen auf Betreiben von Abgeordneten der Partido Popular (PP) im Plenum des Kanarenparlaments behandelt wird. Vonseiten der PP wird moniert, dass Inés Rojas, Ministerin für Kultur, Sport, Sozialpolitik und Wohnraum der Kanarenregierung, bisher offenbar weder auf die Forderungen der fast 2.000 Betroffenen noch auf die der Berechtigten des Programms Hipoteca Joven reagiert hat. 

Inés Rojas hat sich aktuell nicht zu der Angelegenheit geäußert. Im Februar 2014 hatte sie jedoch auf eine Anfrage der PP-Abgeordneten Milagros Bethencourt angekündigt, dass die Zuschüsse „phasenweise geordnet ausbezahlt“ werden würden und zwar schon in diesem Jahr (2014) bis einschließlich 2017. 

In den Jahren 2009 bis 2012 waren 1.969 Anträge eingegangen, um die Wohnraumsubventionen zwischen 1.500 und 6.400 Euro in Anspruch zu nehmen. Alle von jungen Leuten zwischen 18 und 35 Jahren gestellt, die durch die Ankündigungen der Kanarenregierung animiert wurden, diese Hilfen in ihre Finanzierungspläne einzubeziehen, und die bis heute darauf warten. Der „Kanarische Wohnraumplan“ war seinerzeit als „kraftvolles Werkzeug, die Wirtschaft in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit anzukurbeln“ angepriesen worden. 

Auf den Kanaren und in ganz Spanien sind junge Familien darauf angewiesen, ihre Wohnungen und Häuser zu kaufen, da nicht annähernd genügend Mietobjekte angeboten werden.




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