Wo kanarische Politiker Urlaub machen


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Die meisten blieben auf dem kanarischen Archipel – den Präsidenten zog es in die Ferne

Die meisten kanarischen Politiker haben sich in diesem Sommer für einen Urlaubsaufenthalt auf den Inseln entschieden. Angesichts der schlechten Wirtschaftslage scheint kein Politiker gerne zuzugeben, dass er Geld für eine teure Urlaubsreise ausgibt, denn auch viele Bürger können sich dieses Jahr einen Sommerurlaub nur ohne Reise leisten.

Stoff für Kritik lieferte allerdings der kanarische Präsident Paulino Rivero höchstpersönlich, der seine Sommerferien dieses Jahr nach Auskunft der lokalen Presse auf den Malediven verbrachte. Warum auch nicht? Dort konnte er sicherlich auch interessante Erfahrungen bezüglich des touristischen Angebots sammeln, mit dem sich die Kanaren wohl kaum messen können.

Die kanarische Tourismusministerin Rita Martín begnügte sich mit einer Reise im europäischen Raum und ein paar erholsamen Tagen auf den Inseln. Auch der Vizepräsident der kanarischen Regierung, José Manuel Soria, und die Gesundheitsministerin Mercedes Roldós sowie Umweltminister Domingo Berriel verbrachten ihren Urlaub auf der Heimatinsel.

Die Delegierte der Zentralregierung auf dem Archipel, Carolina Darias, versicherte hingegen, dass sie gar keinen Urlaub nehme und es ganz im Gegenteil sehr genieße, im ruhigen Monat August hier zu arbeiten.

Der Chef der kanarischen Sozialisten, Juan Fernando López Aguilar, reiste „beruflich“ einige Tage in die USA, um an einem Meeting von Barack Oba­ma teilzunehmen und unternahm danach noch einen Abstecher in die Rocky Mountains.

Teneriffas Cabildo-Präsident Ricardo Melchior erklärte bescheiden, dass er am liebsten auf der Insel ausspanne und gleichzeitig auch im Cabildo „Wache halte“. Und auch Gran Canarias Cabildo-Präsident José Miguel Pérez verbrachte den Urlaub mit seiner Familie eine Woche am Strand der Haupstadt und eine Woche in einem Urlaubsgebiet im Süden.




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