Wilder Atlantik


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Heftiger Wellengang forderte Menschenleben und führte zu Straßensperren

Starker Seegang und wahre Monsterwellen lockten Anfang November viele Schaulustige an die Küsten der kanarischen Inseln. Zwei Menschen kamen aufgrund der heftigen Dünung ums Leben.

Bei Gáldar auf Gran Canaria wurde am 3. November ein Mann von einer Welle erfasst, stürzte in die Bucht von Sardina del Norte und ertrank, weil er in der heftigen Brandung das Ufer nicht mehr erreichen konnten. Mehrere Augenzeugen mussten hilflos das Geschehen mit ansehen.

In Playa Blanca kam ein 37-jähriger Angler polnischer Abstammung ums Leben, nachdem er von einer Welle erfasst wurde, das Gleichgewicht verlor und ins Meer stürzte. Sein Begleiter berichtete anschließend, wie der Mann  vergebens versucht hatte, die Küste zu erreichen, bis er schließlich entkräftet aufgeben musste und in der Brandung verschwand. Rettungstaucher fanden die Leiche erst tags darauf in einer Tiefe von 25 Metern und rund 500 Meter vom Unglücksort entfernt.

Aufgrund des wilden Meers musste in Garachico auf Teneriffa wieder einmal die Uferstraße gesperrt und der Verkehr durch den Ort geleitet werden. Auch im Küstenort El Pris bei Tacoronte erfolgte als Vorsichtsmaßnahme eine Straßensperrung in unmittelbarer Küstennähe. In Puerto de la Cruz wurde die Hafenmole sowie die Bucht San Telmo und die Meerseite der Schwimmbad­anlage Lago Martiánez abgeriegelt. Auch die Küstenorte von La Laguna waren betroffen. In Bajamar, Jóver und Punta del Hidalgo wurden die Bäder gesperrt und es kam zu Schäden an den Bodenplatten.




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