Waldbrandschutz per Video-Überwachung


Auf La Palma kommt die erste Anlage zum Einsatz

Das Umweltamt der Inselverwaltung von La Palma wird in der bevorstehenden Waldbrandsaison ein neuartiges Überwachungssystem tes­ten, das der Früherkennung von Waldbränden dient und in weniger als fünf Minuten einen Brandherd entdecken und melden kann.

Das geschieht durch eine chemische Analyse der Atmosphäre mit Hilfe eines optischen Spektrometers.

Julio Cabrera, der zuständige Abteilungschef hofft, dass die Insel La Palma in der kommenden Saison über eine dieser Spezialkameras verfügen kann, die damit erstmalig in Spanien zur Anwendung käme. Ihre Installation ist in einer der am meisten gefährdeten Zonen der Insel vorgesehen, zwischen den Gemeinden Tijarafe, Puntagorda und Garafía.

Der genaue Standort steht noch nicht fest, denn es werden verschiedene Alternativen debattiert. Doch von ihm hängt weitgehend der Erfolg ab.

Das System mit der Bezeichnung „Forest Fire Finder“ wurde in Portugal entwickelt, ein Land, das in den letzten Jahren von schweren Waldbränden heimgesucht wurde. „In fünf Minuten“ so heißt es, „kann der Fire Finder einen Brandherd lokalisieren“, und der Faktor Zeit spielt bei der Brandbekämpfung bekanntlich die wichtigste Rolle.

Wie Cabrera weiter erklärte, will man das System und seine Qualität testen um festzustellen, ob es den Erwartungen entspricht. Dann sollen auch noch andere Zonen der Insel damit ausgerüstet werden. Natürlich sei klar, dass es sich nicht um ein Wundergerät handelt, das jegliche Prävention überflüssig macht, doch erhoffe man sich davon viel Unterstützung bei der Früherkennung.

Außerdem plant das Umweltamt die Installation von Überwachungskameras auf dem Beobachtungsturm bei El Time. Ein Punkt von dem aus der größte Teil des Nationalparks Caldera de Taburiente überschaubar ist. Ein System das gleichzeitig ein schnelles Netz der Datenübertragung per Internet erforderlich macht dem auch der Forest Fire Finder angeschlossen ist. Die Verbindungen gehen von El Time zur Cumbre Nueva und von dort aus zur Zentrale des Zentrums für die Koordination der Brandbekämpfung.

Der Chef des Umweltamtes versicherte vor den Medien, dass diese neuen Mittel keinesfalls eine Verringerung des Personals bedeuten, welches während der Sommermonate für die Waldbrand-Bekämpfung im Einsatz ist.




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