Waldbrand auf La Palma bedrohte Häuser


Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Fotos: EFE

In Garafía kam es am Abend des 14. Februar zu einem Waldbrand, der sich in kürzester Zeit ausbreitete. Starke Windböen fachten die Flammen an, die sich Wohnhäusern und einer Tankstelle näherten. Doch dann kam der ersehnte Regen.

La Palma – Der Waldbrand, der am 14. Februar gegen 18.30 Uhr im Gebiet von Llano Negro (Garafía) im Nordwesten der Insel ausbrach, dauerte nur drei Stunden, sorgte jedoch für große Sorge und Angst bei den Einwohnern und den Behörden. Der gegen 22.00 Uhr einsetzende Regen löschte die Flammen und brachte große Erleichterung.

Um 18.30 Uhr war der Notruf bei den Behörden eingegangen: Bei Llano Negro war ein Feuer ausgebrochen. Starke Windböen mit Stärken von bis zu 70 km/h – an jenem Tag hatte die Regionalregierung eine entsprechende Warnung für La Palma herausgegeben – fachten die Flammen an und sorgten durch Funkenflug für eine schnelle Ausbreitung des Brandes. Umgehend wurden alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz etc. aktiviert.

Anderthalb Stunden später wüteten die Flammen bereits an mehreren Fronten. Juan Manuel González, Leiter des Umweltressorts, beschrieb die Lage als „sehr schlecht“. Zwischen Llano Negro und Hoyo Grande breitete sich das Feuer über die bewaldeten mittleren Höhenlagen aus. Das Feuer kam Wohnhäusern und der Tankstelle in San Antonio del Monte gefährlich nahe. In San Antonio, El Mocolón und Llano Grande wurden zehn Gebäude geräumt und die Einwohner in Sicherheit gebracht. Ein Trupp der Feuerwehr kümmerte sich speziell um den Schutz der Tankstelle.

Das Cabildo forderte bei der Regionalregierung Unterstützung an. Umgehend wurde die militärische Sondereinheit für Notfälle und Naturkatastrophen UME, die ihre Basis auf Teneriffas Flughafen Los Rodeos hat, mobilisiert. Die Fred.Olsen-Fähre „Benchijigua Express“ wurde zum schnellen Transport der UME nach La Palma zur Verfügung gestellt.

Dort war man bereits in großer Sorge. Die Flammen hatten einen Bauernhof erreicht, und es hieß, die Tiere seien dem Feuer zum Opfer gefallen.

Doch dann setzte kurz vor 22 Uhr der Regen ein, nicht etwa Nieselregen, sondern ein kräftiger Regenschauer. In kürzester Zeit war der Waldbrand unter Kontrolle.

Der nächste Morgen brachte noch mehr Regen. Die Einsatzkäfte löschten die restlichen Flammen. Die Behörden gaben bekannt, dass der Umfang des vom Waldbrand betroffenen Gebietes 4 km betragen habe; 136 Hektar seien betroffen. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Falschmeldung gehandelt hatte und alle Tiere auf dem vom Brand betroffenen Bauernhof überlebt hatten.

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