Vier Pateras in zwei Tagen


Die Migranten bewerkstelligten die lange Überfahrt in offenen Booten und ließen diese dann am Strand zurück. Foto: Guardia Civil

An den Küsten Lanzarotes kamen mindestens 77 Afrikaner an, ohne vom SIVE-System bemerkt zu werden

Kanarische Inseln – Auf Lanzarote sind innerhalb von weniger als 48 Stunden mindestens 77 Personen an Land ge- gangen. Sie kamen in vier verschiedenen Booten, sogenannten Pateras, und schafften es allesamt, die Küsten der Insel aus eigener Kraft zu erreichen. Da sich die Insassen, nachdem sie zunächst unentdeckt das Ufer erreicht hatten, sofort zu Fuß von den Anlandestellen entfernten, und die Polizei erst nach ihnen suchen musste, ist die genaue Zahl der Ankömmlinge unklar.

Zwei der Pateras mit mindestens dreißig Erwachsenen und sechs möglicherweise minderjährigen Jugendlichen an Bord, kamen am 22. August am Strand Cantería de Haría und an der Puente de Las Bolas im Gemeindegebiet Arrecife an. Zwei weitere Boote erreichten tags darauf die Strände Las Malvas de Tinajo und Las Pachonas de Teguise, wo mindestens 37 Erwachsene und zwei mutmaßlich Minderjährige aufgegriffen wurden.

Alle vier Boote wurden vor ihrer Ankunft auf Lanzarote nicht durch das Küstenüberwachungssystem SIVE entdeckt, das installiert ist, um Migrantenboote in spanischen Küstengewässern aufzuspüren.

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