Unternehmer fordern zweite Piste


Aena sträubt sich gegen die Erweiterung des Südflughafens

Teneriffa – Roberto Ucelay, Präsident des Unternehmerverbandes Teneriffa Süd (CEST), hat erneut auf die Notwendigkeit einer zweiten Start- und Landebahn für den Flughafen Reina Sofía hingewiesen. Auch sei das Terminal modernisierungsbedürftig, so Ucelay.

Bei Teneriffa Süd handele es sich um „den einzigen unter den zehn Flughäfen mit dem größten Passagieraufkommen des Landes, der nur über eine Start- und Landebahn verfügt“. Von dem spanischen Flughafenbetreiber Aena forderte er eine umgehende Stellungnahme, ob der Bau einer zweiten Piste geplant sei und wann der Plan umgesetzt werden soll. Ucelay wies auch darauf hin, dass beim Ausfall der einzigen Start- und Landebahn der Flughafen nicht operativ wäre, was sich wegen der Bedeutung des Reina Sofía für den Tourismus und die Wirtschaft negativ auf den Landkreis Süd und die ganze Insel auswirke.

Dabei handelt es sich um keine neue Forderung. Bereits seit Jahren treten die Unternehmer des Inselsüdens immer wieder an Aena heran und plädieren für den Bau einer zweiten Start- und Landebahn. Zum letzten Mal vor einem Jahr. Damals führte der Flughafenbetreiber als Gegenargument an, andere Flughäfen mit einem noch viel größeren Passagieraufkommen würden ebenfalls nur mit einer Start- und Landebahn auskommen, wie beispielsweise Gatwick (35 Millionen Passagiere im Jahr), Alicante (10 Millionen) oder San Diego (17 Millionen).

Doch auch an anderen Stellen sieht Ucelay Handlungsbedarf. Von Fernando Clavijo forderte er, umgehend den Bau der neuen Anschlussstellen der Autobahn bei Las Chafiras und Los Cristianos sowie des dritten Fahrstreifens zwischen Guaza und Los Cristianos in Auftrag zu geben und die Finanzierung zur Schließung des Inselstraßenringes zu verabschieden.

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