Unklarer Verlauf der Gemeindegrenzen


Insbesondere bei den Gemeinden im Orotavatal herrscht Unsicherheit über die eigene Grenze. Foto: WB

Cabildo weist Kompetenz zurück

Teneriffa – Aufgrund einer Beschwerde der Kanarischen Vereinigten Linken (IUC) von Los Realejos sah sich dieser Tage Miguel Ángel Pérez, Leiter des Ressorts für Territorialpolitik in der Inselverwaltung, dazu veranlasst, im Gespräch mit einer Tageszeitung Stellung zu dem Thema Gemeindegrenzen zu nehmen.

Die IUC hatte beanstandet, dass die Gemeinde im neuen Flächennutzungsplan vier Quadratkilometer an La Orotava verlieren würde, weil in diesem Plan zwischen La Degollada del Cedro und Montaña Guaza eine gerade Grenzlinie gezogen wurde und ein weiteres Stückchen des Nationalparks an La Orotava falle. Auch bei der Zufahrtsstraße zur Pureza de María-Schule werde Los Realejos Grund an La Orotava verlieren. Die Gemeindeverwaltung machte das Cabildo für den Zwist über den Verlauf der Grenzen verantwortlich.

Miguel Ángel Pérez erklärte gegenüber El Día, wie es insgesamt um die Gemeindegrenzen auf Teneriffa bestellt ist. Demnach sei nicht die Inselverwaltung für die Grenzziehung verantwortlich. Das sei Sache der Gemeinden oder bei Uneinigkeit Sache der Richter. Pérez erklärte, dass auf der Insel vielfach Unklarheit über die genauen Grenzen bestehe, die in den 50er- und 60er-Jahren vom Verteidigungsministerium anhand einer veralteten Kartografie und mittels Grenzsteinen festgelegt wurden. Zwar habe eine Expertin der Inselverwaltung einigen verunsicherten Gemeinden in den 90ern bei der Bestimmung der Grenzen beigestanden, doch sei nie eine endgültige Festlegung erfolgt, weil diese nicht im Kompetenzbereich des Cabildos läge, stellte Pérez klar.

Unklar sind teilweise die Grenzen zwischen Los Realejos und La Orotava bzw. San Juan de la Rambla bzw. Puerto de la Cruz. Pérez wies darauf hin, dass im Gebiet der Waldkrone und des Nationalparks dies meistens nicht gestört habe.

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