Umweltschützer protestieren gegen La Palmas Tourismuspläne


© Moisés Pérez

Europaabgeordnete sollen das Dokument beurteilen

Die Umweltschützer auf La Palma stellen sich gegen den in Arbeit befindlichen neuen Tourismus-Entwicklungsplan, der unter dem Kürzel PTE (Plan Territorial Especial) schon bald abgesegnet werden soll. Dieser neue Plan sieht nach Ansicht der Umweltschützer ein vollkommen überzogenes Wachstum der touristischen Infrastrukturen vor und wird von den Gegnern als „protzig“ und „anmaßend“ beschrieben.

Es handele sich, so monieren die Umweltschützer, um einen vollkommen widersinnigen Plan für eine Insel, die sich rühmt Weltbiosphärenreservat zu sein.

Die Umweltschützer haben die Initiative ergriffen und verschiedene Maßnahmen gestartet, um den Plan noch rechtzeitig zu stoppen. Unter anderem haben sie diverse Auszüge und ihre Einwände an Europaabgeordnete geschickt und hoffen, dass diese so rasch wie möglich reagieren, denn die Umsetzung des PTE in der geplanten Form sei untragbar.

Der neue Tourismusplan sieht nach Auskunft der Umweltschutzgruppe den Bau von tausenden neuer Hotelbetten sowie mehrerer Golfplätze vor.

„La Palma wünscht keinen Massentourismus“

Es ist nicht das erste Mal, dass die engagierten Umweltschützer La Palmas lautstark gegen den so genannten Spezial Territorialplan protestieren. Im letzten Jahr legten sie ein Protestschreiben mit etwa 700 Unterschriften vor, um eine Korrektur des Dokuments zu erwirken. Ihr Argument lautete, dass der PTE auf den Massentourismus abziele, ein Urlaubsmodell, das für La Palma keineswegs erstrebenswert sei.

Mitspracherecht gefordert

Die Umweltschützer behaupten, im Namen vieler Bürger zu handeln, die darüber verärgert sind, dass ihnen kein Mitspracherecht bzw. die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung an dieser Diskussion eingeräumt wird, „was bewirkt, dass nur die Regierenden von ihren Entscheidungen profitieren und das Volk entmutigt und enttäuscht wird.“




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