Umweltpolizei klärt 16 von 17 Waldbränden auf


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Seprona bewältigte 2012 das enorme Arbeitsvolumen äußerst erfolgreich

Die der Guardia Civil angehörende Umweltpolizei (Seprona) schloss das vergangene Jahr äußerst positiv ab. Laut dem jüngst veröffentlichten Jahresbericht 2012 wurden fast alle Umweltdelikte aufgeklärt.

Im Fall der schweren Sommerbrände konnte die Spezialeinheit die Ermittlungen von 16 der 17 Großfeuer erfolgreich abschließen.

Dem Bericht zufolge bestand die Hauptarbeit der Umweltpolizisten in der Provinz Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro) im vergangenen Jahr in der Aufklärung der 17 Waldbrände. Weiterhin wurde nur in einer Straftat gegen die Pflanzenwelt, einer weiteren gegen ein Haustier und in einem Fall der Wasserverschmutzung ermittelt. Bis auf einen Waldbrand konnten alle Umweltdelikte aufgeklärt werden. Wegen Brandstiftung wurden schlussendlich vier Personen festgenommen und drei weitere angeklagt.

In der Provinz Las Palmas de Gran Canaria (Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote) befassten sich die Beamten der Seprona weniger mit Waldbränden (fünf, davon vier aufgeklärt) und vielmehr mit Verstößen gegen die Raumordnung (acht, alle aufgeklärt) sowie Straftaten gegen Haustiere (sieben, davon fünf aufgeklärt). Insgesamt wurden drei Personen festgenommen.

Die Seprona hatte auch im vergangenen Jahr ein enormes Arbeitsvolumen zu bewältigen.  In der westlichen Provinz mussten die Umweltpolizisten über 2.200 Vergehen gegen die Umwelt (hauptsächlich illegale Abfallentsorgung) bearbeiten, in der östlichen Provinz gab es über 2.500 (hauptsächlich Verstöße gegen die Raumordnung) aufzuklären.

Feuerteufel wurden dingfest gemacht

Die schwersten Waldbrände des vergangenen Sommers und ihre Aufklärung noch einmal im Überblick (das Wochenblatt berichtete):

Der schwerste von Teneriffas Sommerbränden brach im Juli 2012 im Gemeindegebiet von Adeje aus und konnte erst nach dreieinhalb Monaten und 6.500 Hektar niedergebranntem Wald für gelöscht erklärt werden. Einem 52-Jährigen aus La Laguna wird vorgeworfen, aus seinem Auto eine brennende Zigarette geworfen zu haben (das Wochenblatt berichtete).

Zwei Einwohner sollen im August den Waldbrand bei El Tanque verursacht haben, der im Augut 370 Hektar dem Erdboden gleichmachte.

Mit Hilfe von DNA-Analysen machten die Ermittler als Verursacher des Brandes bei Icod im August einen Anwohner dingfest.

Ein Bürger aus Tacoronte wird beschuldigt, über Jahre hinweg in Agua García kleinere Brände gelegt zu haben. Er wurde auf frischer Tat ertappt.

Nur der schlimme Brand auf La Gomera konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.




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