TV-Frequenzen ziehen um


In den großen Wohngebäuden ist es erforderlich, die Gemeinschaftsantennen anzupassen. Foto: 4028mdk09 (CC BY-SA 3.0

Um Platz für 5G zu schaffen, müssen bis zum 30. Juni 2020 die TV-Antennen mit Kosten von bis zu 365 Euro neu eingestellt werden

Kanarische Inseln – Auf über 40.000 Wohngebäuden der Kanarischen Inseln müssen die Gemeinschaftsantennen umgerüstet und neu eingestellt werden, damit der Fernsehempfang weiterhin gewährleistet ist. Den TV-Kanälen wurden andere Frequenzbereiche zugewiesen, um Platz für den neuen Mobilfunkstandard 5G zu schaffen. Die Umstellung muss bis zum 30. Juni 2020 erfolgt sein, denn danach wird der TV-Sendebetrieb auf den bisherigen Frequenzen eingestellt.

Die Eigentümergemeinschaften des Archipels wird die Anpassung der Hausantennen insgesamt über vier Millionen Euro kosten. Die spanische Regierung hat angekündigt, sie werde die Umstellung der Antennen bezuschussen.

2015 mussten dieselben 40.000 Gebäude mit rund 430.000 Wohnungen und etwa einer Million Bewohnern schon einmal ihre Gemeinschaftsantennen von analog auf digital umstellen und Frequenzen für die 4G-Technologie freistellen.

Nicht einmal fünf Jahre später wird nun erneut eine Investition nötig, um das Frequenzband von 694 bis 790 MHz, das bisher durch das Digitalfernsehen TDT (Televisión Digital Terrestre) belegt ist, für 5G freizustellen. TDT wird künftig das Frequenzband von 470 bis 694 MHz nutzen.

In den Einfamilienhäusern genügt es, rechtzeitig zu Ende Juni des kommenden Jahres seinen Fernseher neu einzustellen. In den großen Wohngebäuden ist es jedoch nötig, die Gemeinschaftsantennen anzupassen und eventuell sogar zusätzliche Geräte anzuschaffen. Die Kosten werden sich auf 100 bis 365 Euro pro Antenne belaufen, je nach Empfangssystem und der Zahl der Signale, die umgestellt werden müssen.

Eine weitere Neuheit ist, dass alle Kanäle ab 2023 ihr Programm digital ausstrahlen müssen. Damit werden alle Fernseher unbrauchbar, die kein hochauflösendes HD-Fernsehen unterstützen. Von diesen Geräten gibt es noch immer mehrere Zehntausend auf den Inseln.

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