Tribut an die Kanaren


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Falls Repsol Öl findet und fördert, muss der Ölkonzern 4,2% an die Inseln abgeben

Wenn Repsol Erdöl findet und fördert, sollen die Kanaren einen Anteil am Ertrag der Ölquelle erhalten. Um dies zu gewährleisten, hat der Ministerrat in Madrid eine Reform des Gesetzes für fossile Brennstoffe auf den Weg gebracht.

Madrid – Es sieht vor, dass künftig denjenigen Gebieten, in denen Rohöl gefördert wird, eine Ausgleichssteuer zustehen soll.

Industrieminister José Manuel Soria hat vorgeschlagen, 60% dieser Abgaben den Kanaren zukommen zu lassen und 40% der Staatskasse.

Der Text des Gesetzesvorhabens sieht vor, den Steuersatz flexibel zwischen 2% und 8% anzusetzen und zwischen 1% und 5%, wenn es sich um Gas handelt. Im Fall der Kanarischen Inseln wird der Prozentsatz vorraussichtliche bei 7% des Wertes des Öls zum Zeitpunkt seiner Förderung liegen, 4,2% würden also im Archipel bleiben. Das Industrieministerium hat errechnet, dass diese Abfindung für die Kanaren jährlich bis zu 300 Millionen Euro erreichen könnte.

Kanarenpräsident Paulino Rivero bezeichnete die Initiative als Nebelkerze, die vom Wesentlichen ablenken solle, nämlich der Sorge der kanarischen Bevölkerung um die Umwelt und den Tourismus. Die Kanaren stünden nicht zum Verkauf, nicht einmal zur Miete.




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