Tourismuspolizei geht gegen Straßenverkauf vor


Die Tourismuspolizei in Arona ist bemüht, den Straßenverkauf einzudämmen. Foto: Ayto Arona

Unternehmer fordern seit Langem Maßnahmen gegen den unlauteren Wettbewerb

Teneriffa – Die Tourismuspolizei von Arona, eine Unterabteilung der Policía Local, geht in letzter Zeit verstärkt gegen illegale Straßenverkäufer vor.

Die Polizeistadträtin Carolina Reverón erklärte, die Polizeibeamten hätten an der gesamten Küstenlinie von Arona eine Zunahme des Straßenverkaufs und der damit einhergehenden Beeinträchtigung des Straßenbildes und Schädigung jener Geschäfte, die ihre Auflagen erfüllen und Steuern zahlen, beobachtet.

Ab dem 19. April wurden an drei aufeinanderfolgenden Tagen intensive Kontrollen an den Strandpromenaden von Playa de las Americas und Los Cristianos durchgeführt und fünfzehn Bußgeldverfahren eröffnet. Darüber hinaus wurden über 80 Kilogramm an Waren beschlagnahmt. Immerhin wurden bei der Polizeiaktion keine Markenfälschungen gefunden. Zudem war keiner der kontrollierten Verkäufer illegal im Land oder zur Fahndung ausgeschrieben. Bisher hat nur einer der betroffenen Straßenverkäufer das Bußgeld von 126 Euro bezahlt und seine beschlagnahmten Waren wieder abgeholt.

Diese Kontrollen sollen nun regelmäßig fortgeführt werden, um sicherzustellen, dass Artikel 50 der städtischen „Verordnung zur Förderung des Zusammenlebens in Arona“ eingehalten wird, in welchem der Straßenverkauf von Lebensmitteln, Getränken und anderen Produkten ohne Genehmigung untersagt wird. Auch der Kauf der so angebotenen Waren sowie das Warnen der Verkäufer vor einer Polizeikontrolle ist nach diesem Paragrafen verboten. Nach Artikel 16.2 derselben Verordnung ist es im öffentlichen Raum auch ausdrücklich untersagt, Passanten mit Verkaufs- und Werbeangeboten zu belästigen, zu verfolgen oder zu bedrängen.

Wenige Tage vor den geschilderten polizeilichen Aktionen hatte sich der Unternehmerzirkel Teneriffa Süd CEST wieder einmal öffentlich zu Wort gemeldet und gefordert, dass die Behörden endlich auf die zahlreichen Anzeigen der Anlieger reagieren und etwas gegen den Straßenverkauf unternehmen.

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