Tourismusbetriebe sehen schwarz


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Die Unternehmer der Branche befürchten für die Insel Lanzarote einen allgemeinen Rückgang der Urlauberzahlen, vor allem bei den britischen und deutschen Gästen, und erhebliche Umsatzeinbußen

Lanzarote – Einer Umfrage des Kanarischen Statistischen Instituts ISTAC unter Unternehmern der Tourismusbranche zufolge erwarten diese für das letzte Quartal des Jahres 2019 auf Lanzarote ein schlechtes Geschäft. Der Grund dafür liegt in einer verringerten Betten-Auslastung im gesamten Beherbergungsgewerbe.
Insbesondere wird ein spürbarer Rückgang bei den britischen Touristen befürchtet, der dieses Mal nicht, wie im letzten Quartal 2018, durch Zulauf aus alternativen Märkten ausgeglichen werden kann.
Als erste Konsequenz rechnet die Branche damit, dass die Preise für Ferienunterkünfte sinken werden. Zwei von drei der durch das ISTAC Befragten gaben an, ihre Preise bereits reduziert zu haben.
Im Fall der Briten, welche die größte Gruppe von Besuchern der Insel stellen, wird ein Rückgang von 49% gegenüber den bisherigen Zahlen erwartet. Bei den deutschen Touristen wird ein Einbruch um 35% befürchtet und 22% für Urlauber aus anderen europäischen Ländern wie Irland, Frankreich und Holland. Der Rückgang an skandinavischen und spanischen Touristen wird mit 15% bzw. 12% als geringer eingeschätzt.
Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass die Einnahmen von Oktober bis Dezember hinter denen des gleichen Vorjahreszeitraums zurückbleiben werden, mit negativen Folgen für den Arbeitsmarkt und die Investitionsbereitschaft.
Der Oktober wird der Thomas Cook-Krise zum Trotz mit einer Bettenauslastung von 77% noch der beste Monat des Quartals werden. Für den November liegt die Belegung bei 69% und für den Dezember bei 66%, obwohl die Nachfrage normalerweise um Weihnachten herum ansteigt.

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