Termitenplage: Müllabfuhr in Spezialcontainern


Die Container mit dem durch Termiten belasteten Abfall werden abgedeckt, damit beim Transport kein Material verloren gehen und der Befall auf diese Weise nicht in andere Teile der Insel getragen werden kann. Foto: ayuntamiento Tacoronte

Abfall, der mit Reticulitermes flavipes verseucht sein könnte, wird gesondert in geschlossenen Behältern transportiert

Teneriffa – Um einer unkontrollierten Ausbreitung der aus Nordamerika stammenden, besonders zerstörerischen Bodentermitenart Reticulitermes flavipes entgegenzuwirken, lässt das Ayuntamiento von Tacoronte Sperrmüll, Holzabfälle, Schutt und Grünschnitt, der von der sogenannten Gelbfüßigen Bodentermite befallen sein könnte, gesondert in den Straßen und an den Häusern des Gemeindegebietes abholen. Zu diesem Zweck werden große Metallcontainer eingesetzt, welche die Inselregierung zur Verfügung stellt. Die Behältnisse werden für den Transport verschlossen und in den Umweltkomplex Arico gebracht, wo die mit dem Schädling kontaminierten Materialien fachgerecht entsorgt werden sollen.

Diese Vorgehensweise entspricht dem Aktionsprotokoll, welches Fachleute wie der Zoologieprofessor der Universität Córdoba, Miguel Gaju Ricart, empfohlen haben. Gaju Ricart, der ein Experte für Bodentermiten ist, hatte Tacoronte im März besucht, um vor Ort die Ausbreitung und Schwere des Befalls zu prüfen.

Bisher haben erst wenige Einwohner der Ortsgebiete, in welchen ein Befall festgestellt wurde, die Abholung von möglicherweise durch Termiten kontaminierten Materialien angefordert. Doch achtlos an den öffentlichen Straßen abgestellter Sperrmüll und Grünschnitt stellt das größte Problem bei der Beseitigung von Termiten-verseuchtem Abfall dar. Deshalb ruft das Ayuntamiento von Tacoronte dazu auf, unter der Telefonnummern 900111124 die kostenlose Abholung solcher Abfälle anzufordern oder über deren Existenz zu informieren.

Unter der Telefonnummer 922561350–150 (9.00 bis 13.00 Uhr) und der E-Mail-Adresse medioambiente@aytotaco

ronte.org können Fragen der Anwohner geklärt, der Besuch von Fachleuten vereinbart und Informationen über die zur Verfügung stehenden Hilfen eingeholt werden.

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