Stützmauer der Teno-Straße wird abgesichert


Der Einbau der Anker erfolgt von einer Plattform aus, die an einem Kranwagen hängt. Die Monteure müssen sich zu den Stellen, an denen die Bolzen angebracht werden, abseilen. Foto: Cabildo de Tenerife

Die Straße soll im September für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben werden

Teneriffa – Die Landstraße TF-455 nach Punta de Teno wird voraussichtlich im September für den landwirtschaftlichen Verkehr, also für die Durchfahrt von Lkws zu den landwirtschaftlichen Betrieben in diesem Inselteil freigegeben, um die Tomatenernte durchführen zu können.

Seit dem 1. August werden im Auftrag der Inselverwaltung umfassende Reparatur- und Sicherungsarbeiten an der Stützmauer durchgeführt, deren teilweiser Einsturz am 12. Juli ein acht Meter langes Loch in die Straße gerissen hatte. Mit Spritzbeton wurde zunächst der Untergrund der Mauer stabilisiert. Nun bringen Monteure Anker bzw. Felsbolzen an, die weitere Sicherheit liefern sollen. Die Arbeiten gestalten sich aufwendig, da sie direkt an der Steilwand durchgeführt werden müssen.

Parallel dazu werden entlang dem Straßenstück, das auf der Mauer verläuft, auch an anderen Stellen Proben entnommen, um eventuelle weitere Schwachstellen des Untergrunds festzustellen. Über die Gründe, die zum Einsturz der Mauer führten, äußerte sich das Cabildo bislang nur vage. Der zuständige Ressortleiter, Miguel Becerra, erklärte nach einem Besuch der Baustelle, es habe keinen einzelnen Grund gegeben, sondern mehrere Faktoren hätten den Einsturz bewirkt. Welche es waren, bleibt offen.

Des Weiteren erklärte Becerra, dass nun auch Studien durchgeführt werden, um die Belastbarkeit der Straße zu prüfen. Ein Expertengutachten soll die Grundlage liefern, um die tägliche Fahrzeugzahl zu begrenzen. Ein minimales Risiko sei höchste Priorität, erklärte Becerra.

Nach dem Ende der Absicherungsarbeiten soll zwar die Durchfahrt der Fahrzeuge zu der Landwirtschaftskooperative von Teno genehmigt werden, die Straße für den Verkehr aber weiter gesperrt bleiben. Ende des Jahres soll die Neuasphaltierung erfolgen, die schon vor dem Einsturz des Teilstücks vorgesehen war, aber nicht durchgeführt wurde.




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