Stürme häufen sich


Nach nur fünf Tagen erneute Unwetter

Nur wenige Tage nach dem starken Sturm Ende November kündigte das spanische Wetteramt AEMET erneut Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h und Regenfälle von bis zu 100 l/qm für den 5. Dezember an.

Und so wurden die Inseln innerhalb kürzester Zeit wieder von Sturm und Regen heimgesucht, eine Lage, die dieses Mal allerdings nur kurz anhielt. Hart traf es jedoch La Palma. Aufgrund des starken Sturms wurden vorsichtshalber die Erholungsgebiete geschlossen und schon wieder mussten Flüge verschoben, gestrichen oder umgeleitet werden. Die Landwirte beklagten hohe Ausfälle beim Anbau von Kartoffeln, Avocados und Zitrusfrüchten.

Tendenz

Laut Studien des Observatoriums von Izaña und der Fakultät der Meereswissenschaften der Universität von Las Palmas de Gran Canaria ist die Meerestemperatur in den letzten 13 Jahren um ein Grad gestiegen. Außerdem wurde in den vergangenen Jahren eine Veränderung des Azorenhochs verzeichnet. Beide Phänomene könnten in Zukunft vermehrt für Stürme auf den Kanarischen Inseln sorgen.

Des Weiteren kündigen die Studien einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von bis zu vier Grad für dieses Jahrhundert auf den Kanaren an, mit der Folge, dass sich auf den Inseln die Anzahl heißer Tage um 36% erhöhen soll. Dieses Wetterphänomen könnte eine erhöhte Brandgefahr mit sich bringen. Ende des Jahrhunderts sollen die Regenfälle zwar um 40% geringer aber auch heftiger ausfallen. Von Afrika kommende Luftmassen sollen für mehr Staub in der Luft sorgen. 




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