Stromklau – ein Delikt der Großverbraucher


Endesa kam 2015 rund 5.000 Betrugsfällen auf die Spur

Kanarische Inseln – Der Stromversorger Endesa hat im vergangenen Jahr auf den Kanaren über 5.000 Fälle von Strombetrug festgestellt. Das Unternehmen schätzt, dass auf diese Weise insgesamt 35 Millionen Kilowattstunden (kWh) betrügerisch entnommen wurden, so viel wie die ganze Stadt San Cristóbal de La Laguna in einem Monat verbraucht. Damit ist das Ausmaß des Stromklaus auf den Inseln gegenüber 2014 um 40% angestiegen.

Spanienweit gab es dagegen im Einzugsbereich von Endesa bei insgesamt 83.522 Betrugsfällen und 600 Millionen erschlichenen kWh einen bedeutend geringeren Anstieg dieser Delikte von 25% gegenüber 2014. Nach den bisher vorliegenden Daten werden diese Zahlen im laufenden Jahr nochmals übertroffen werden. Es zeichnet sich ein weiterer erheblicher Anstieg der Stromdelikte ab.

80% des Stromklaus wurde im vergangenen Jahr durch Unternehmen aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor begangen. Von den restlichen 20% gehen wiederum vier Fünftel auf das Konto von Privatpersonen mit erhöhtem Stromverbrauch. Dagegen wurden, entgegen häufiger Annahme, nur ein Prozent der Stromdelikte durch bedürftige Familien begangen.




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