Startschuss zum Bau des „MetroGuagua“


V.l.n.r.: José Eduardo Ramírez, Stadtrat für Transport, Augusto Hidalgo, Bürgermeister von Las Palmas, Gonzalo Cabrera von der Europäischen Investitionsbank Foto: EFE

Die EU unterstützt die neue umweltfreundliche Hochkapazitäts-Verkehrs­linie von Las Palmas

Gran Canaria – Nachdem Las Palmas’ Bürgermeister Augusto Hidalgo bereits im Februar in Luxemburg die Vorvereinbarung für einen Kredit der Europäischen Investitionsbank EIB über 50 Millionen Euro für das Projekt MetroGuagua unterzeichnet hatte, fand Mitte Mai die Unterzeichnung des endgültigen Vertrages in Las Palmas statt.

Bei dem MetroGuagua handelt es sich um eine Hochkapazitätslinie, deren Busse auf eigenen Fahrspuren fahren und in kurzen Abständen halten. Die Sonderfahrspuren sollen von Hoya de la Plata bis zur Plaza Manuel Becerra auf der Halbinsel La Isleta verlaufen, um die verkehrsreiche Uferlinie zu entlasten. Geplant sind 20 Haltestellen im Abstand von je 500 Metern, die ein zügiges Ein- und Aussteigen ermöglichen. Bei dem MetroGuagua von Las Palmas handelt es sich um die erste Buslinie dieser Art in Spanien.

Bei der Besiegelung der Kreditvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank EIB erklärte Bürgermeister Hidalgo, dies sei der „Startschuss“ für den MetroGuagua, denn ab sofort könnten die Verkehrsbetriebe über das Darlehen verfügen. Vor Jahren hätten viele Städte auf nachhaltige Mobilität gesetzt und entsprechende Vorhaben in Gang gebracht, den „Zug“ hätte Las Palmas damals verpasst, nun würde man endlich aufholen, so Hidalgo.

Gonzalo Cabrera, Vertreter der EIB für Spanien und Portugal, fügte hinzu, mit dem Abkommen werde das erste vom sogenannten „Junckerplan“ finanzierte Vorhaben auf den Kanaren in Gang gesetzt. „Der MetroGuagua passt perfekt in die aktuelle Politik der Europäischen Union. Das Projekt bekämpft den Klimawandel, es werden alte Busse durch neue und effizientere ersetzt sowie die Transportzeit verkürzt, und es werden mehr als tausend Arbeitsplätze in einem Gebiet in äußerster Randlage geschaffen.“

Das Darlehen von der Europäischen Investitionsbank deckt etwa die Hälfte der für die Umsetzung erforderlichen 100 Millionen Euro ab. Die andere Hälfte soll vom Staat, von der Region, vom Cabildo und von der Stadt gemeinsam finanziert werden. Allein über 80 Millionen Euro werden für die Einrichtung der Sonderfahrspuren nötig sein. Mit den restlichen knapp 20 Millionen sollen 17 Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb sowie die Leitsysteme angeschafft werden.




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