Sperrstunde nach Sonnenuntergang


Seit August gibt es an neuen Strandbars wieder Verpflegung für die Strandbesucher. Foto: wb

Wegen eines Missverständnisses wurden die Öffnungszeiten der neuen Strandbars in Las Teresitas in den ersten Wochen nicht eingehalten

Teneriffa – Bereits kurz nachdem die ersten der acht neuen Strandbars am Teresitas-Strand eröffneten, gingen bei der Ortspolizei bzw. der Stadtverwaltung Santa Cruz de Tenerife die Beschwerden über Lärm ein. Anwohner von San Andrés berichteten von lauter Musik bis in die Morgenstunden. Den Betreibern der Strandbars wurde daraufhin mitgeteilt, dass sie bei Sonnenuntergang zu schließen haben, was sie eigenen Angaben zufolge zunächst nicht wussten.

Wie der Sprecher des Strandbarverbands von Las Teresitas mitteilte, hatte es ein Missverständnis bezüglich der erlaubten Öffnungszeiten gegeben. José Juan Gutiérrez erläuterte, dass die Betreiber davon ausgegangen waren, dass sie als Gastronomiebetriebe in der Betriebsart „Bar-Restaurante“ die Erlaubnis haben, bis 02.00 Uhr zu öffnen. Bei einem Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung seien die Barbetreiber vor einigen Wochen jedoch darüber aufgeklärt worden, dass sie bereits eine Stunde nach Sonnenuntergang schließen müssen; im Sommer um 22.00 Uhr und im Winter um 20.00 Uhr. Dies sei zwar von Nachteil für die Geschäftsleute, die bei der Rentabilitätsberechnung davon ausgegangen waren, auch abends öffnen zu können, alle Strandkioske hielten sich aber seither daran. Wegen der kürzeren Öffnungszeiten müssten nun einige Bars die Mitarbeiterzahl verringern.

Bezüglich der Preise für Speisen und Getränke, die von einigen Gästen kritisiert worden sind, erklärte Gutiérrez, dass diese dem gebotenen Qualitätsniveau durchaus entsprechen. Es sei schließlich jedem Strandbesucher freigestellt, sein belegtes Brötchen von zu Hause mitzubringen. Wer etwas mehr Geld ausgeben und am Strand ein leckeres Essen genießen möchte, finde nun eben auch ein passendes und vielfältiges Angebot. Alle acht Strandbars bieten unterschiedliche Gerichte an.

Dass das Gastronomieangebot in Las Teresitas nun etwas teurer ist als früher, erklärt Gutiérrez auch damit, dass die Geschäftsinhaber zusehen müssen, dass sich ihre Investition rentiert, die zum Teil bei über 100.000 Euro liegt – zuzüglich der jährlichen Lizenzgebühr, die an die Stadtverwaltung zu zahlen sei.

Bezüglich der angeblichen Überschreitungen des zulässigen Lärmpegels ließ der Verband der Strandbarbetreiber wissen, dass die Betriebe in Las Teresitas eine Genehmigung für Hintergrundmusik bis zu 55 Dezibel haben, was nicht überschritten werde. Der Betreiber des Strandkiosks „El Caracol“, Eloy González, empfahl den Anwohnern von San Andrés, nächtliche Ruhestörungen durch laute Musik grundsätzlich der Polizei zu melden. Nachts kämen nämlich oft junge Leute mit ihren Wagen nach Las Teresitas und hätten wahre Gettoblaster als Musikanlagen, die sie laut aufdrehen würden.

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Max Reger
Max Reger
Gast
24. September 2018 14:07

55 Dezibel entsprechen etwa einem leisen Gespräch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Anwohner sich deswegen beschwert hätten. Zumal Spanier nicht so empfindlich sind. Also es muss wesentlich lauter sein.