Spatenstich zur Schließung des Schnellstraßenringes


Teneriffas Cabildo-Präsident Pedro Martín (r.) und Regionalpräsident Ángel Víctor Torres umarmten sich nach der Präsentation zum Bau des letzten Abschnittes des Inselstraßenringes. Foto: EFE

In vier Jahren soll das letzte Teilstück zwischen El Tanque und Santiago del Teide fertiggestellt sein

Teneriffa – Dreizehn Jahre nach Ausarbeitung der Pläne zum Bau des letzten Abschnittes des Schnellstraßenringes, der nach seiner Fertigstellung rund um die Insel führen wird, wurden am 25. November die Arbeiten für das letzte noch fehlende Teilstück aufgenommen.
Wenige Tage zuvor hatten Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres und Cabildo-Präsident Pedro Martín weitere Einzelheiten zu dem Vorhaben bekannt gegeben. Gemäß dem Präsidenten Torres handelt es sich bei dem für 240,4 Millionen Euro in Auftrag gegebenen Projekt um das teuerste sich derzeit in der Ausführung befindende Bauvorhaben in ganz Spanien. Die Bauzeit soll vier Jahre betragen.
Bei der Schließung des Schnellstraßenringes werden die derzeitigen Enden am Kreisverkehr von El Tanque und am Tunnel bei Santiago del Teide verbunden. Der 11,3 km lange Abschnitt verläuft zu 5,1 km unterhalb des Teno-Massivs. Der Erjos-Tunnel wird über zwei parallel verlaufende Röhren verfügen. Im Tunnel sind zwei Fahrspuren für jede Fahrtrichtung vorgesehen, für den Rest der Straße jedoch nur eine Spur pro Fahrtrichtung. Es sind zwei Anschlussstellen in El Tanque bzw. Santiago del Teide sowie ein Kreisverkehr für die Verbindung mit Masca eingeplant. Auf dem Abschnitt sind weiterhin ein Viadukt, fünf Halbtunnel, vier Unterführungen, zwei Überführungen und eine Fußgängerbrücke vorgesehen. Mit der neuen Straße wird die Fahrzeit von El Tanque nach Santiago del Teide von 25 Minuten auf weniger als 10 Minuten verkürzt.
Am 25. November wurde mit den Vorbereitungen für den Tunnelbau begonnen. Zunächst wird das Gelände am geplanten südlichen Tunneleingang bei Santiago del Teide geebnet, um die schweren Maschinen heranschaffen zu können. Im Januar soll mit dem Bohren von beiden Seiten aus begonnen werden. Das Konsortium aus FCC, El Silbo und Syocsa-Inarsa geht davon aus, dass sich die Maschinen nach zwei Jahren in der Mitte treffen werden. Der Tunnel wird der längste der Kanaren und einer der längsten Spaniens sein.
Bei den Arbeiten sollen 500.000 Kubikmeter Erde und Gestein bewegt werden, die in den Steinbrüchen von Grama und Bilma in Santiago del Teide zur Weiterverwendung im Bau gelagert werden sollen.
Die verantwortlichen Politiker feierten die Aufnahme der Arbeiten zur Schließung des Schnellstraßenringes, insbesondere auch den Bau dieses letzten Abschnittes, der die ländlichen Gemeinden im Nordwesten, die von hoher Arbeitslosigkeit betroffen sind, dem touristischen Süden annähern sollen.

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