Spanier, männlich und über 45


© Moisés Pérez

Obdachlosigkeit

Im Zuge der Wirtschaftskrise hat sich das Profil der Obdachlosen auf den Kanarischen Inseln immer mehr verändert.

Nach den neuesten Daten des Nationalen Statitistikinstitutes (INE) ist die Zahl der Obdachlosen zwischen 2005 und 2012 leicht zurückgegangen, und zwar von 1.062 auf 815. Dies beruht scheinbar auf einer Abwanderung der Ausländer, denn während vor acht Jahren noch fast 40% der Obdachlosen afrikanischer Herkunft waren, hat sich ihr Anteil auf 18%  reduziert. Auf der anderen Seite ist der Anteil spanischer Obdachloser von 58% auf 70% gestiegen.

Auch bei der Geschlechterverteilung stellte das INE einen Wandel fest. Noch vor acht Jahren hielt sich der Anteil von auf der Straße lebenden Männern und Frauen die Waage, nun sind es mehr Männer, die kein Dach mehr über dem Kopf haben (579 Männer bzw. 71% gegenüber 236 Frauen bzw. 29%).

Darüber hinaus hat sich das Durchschnittsalter erschreckend erhöht. Während 2005 die meisten Obdachlosen zwischen 18 und 29 Jahre alt waren, ist es nun das Segment der 45- bis 64-Jährigen, das den Großteil ausmacht.




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