Silvesterkreuzfahrten wegen IT-Problemen abgesagt

Die AIDAperla in kanarischen Gewässern: Die Kreuzfahrt zwischen den Jahren musste, ebenso wie die der AIDAmar, wegen technischer Probleme ausfallen. Foto: Aida Cruises

Die AIDAperla in kanarischen Gewässern: Die Kreuzfahrt zwischen den Jahren musste, ebenso wie die der AIDAmar, wegen technischer Probleme ausfallen. Foto: Aida Cruises

Die AIDAperla und AIDAmar konnten die geplanten Fahrten am Jahresende nicht antreten

Kanarische Inseln/Rostock – Die deutsche Reederei AIDA Cruises mit Sitz in Rostock musste die Kreuzfahrten über Silvester der AIDAperla und AIDAmar absagen. Beide Schiffe befahren zurzeit im Wochenrhythmus einen Rundreisekurs durch den Kanaren-Archipel.
Der Grund dafür sind massive technische Probleme mit der Computer- und Kommunikationstechnik des Unternehmens an ihrem Hauptsitz und auch auf den Kreuzfahrtschiffen, die einen normalen Betrieb auf den Silvesterkreuzfahrten, deren Start für den 26. bzw. 27. Dezember 2020 vorgesehen war, unmöglich machten. Unter anderem funktionierte das elektronische Boardingsystem nicht, da es keine Netzverbindung zwischen dem Rostocker Hauptquartier des Unternehmens und den Schiffen gab. So mussten beide Luxusliner im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria bleiben.
Den betroffenen Passagieren, die eine Kreuzfahrt über den Jahreswechsel gebucht hatten, wird der Reisepreis erstattet. Zusätzlich erhalten sie eine Gutschrift für eine zukünftige Reise mit einem der AIDA-Schiffe.
Die telematische Verbindung zu den Schiffen ist nicht der einzige Ausfall, mit dem die Reederei zu kämpfen hat. Auch die AIDA-Zentrale konnte weder telefonisch noch per E-Mail erreicht werden. In verschiedenen Medien wird deshalb über einen möglichen Hackerangriff auf das Unternehmen spekuliert. Für diese Gerüchte gibt es jedoch bisher keine Bestätigung. Man weiß jedoch, dass sich die Staatsanwaltschaft Rostock eingeschaltet hat, um die Ursache der IT-Ausfälle zu untersuchen.
Die Probleme bestanden in den ersten Tagen des neuen Jahres noch fort, sodass AIDA Cruises sich gezwungen sah, sechs weitere Kreuzfahrten abzusagen, welche für die AIDAperla und die AIDAmar im Januar angesetzt waren.

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