Sicherheit der kanarischen Gewässer nicht gewährleistet


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Öltanker dürfen außerhalb der 12 Seemeilen-Grenzen die Inseln passieren und gefährden damit das zerbrechliche Ökosystem der Inseln

Nach einer Kritik der Bürgerinitiative zum Schutz der kanarischen Gewässer „Plataforma por el Mar Canario“, ist die Sicherheit des Meeres um die Kanarischen Inseln längst nicht so gewährleistet wie der hiesige Regierungsvertreter José Segura glauben machen will.

Der Vorsitzende der Bürgerplattform, Antonio Rodríguez de León, erklärte in dem Zusammenhang, die Tatsache, dass die Vollversammlung der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation nicht exakt den Text verabschiedet hat, den die spanische Regierung über José Segura einreichte, könne schlussendlich schwerwiegende Folgen für den kanarischen Archipel haben. In dem verabschiedeten Text wurde als Schutzzone um die Kanaren lediglich ein Gebiet von 12 Seemeilen anerkannt. Das bedeutet jedoch, dass zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria sowie Fuerteventura und Gran Canaria weiterhin Öltanker verkehren dürfen, die ihre umweltschädliche Fracht nicht einmal den insulären Hafenbehörden offenbaren müssen, da sie sich offiziell in „internationalem“ Gewässer befinden.

Scheinbar haben die Länder Russland, Panama und Liberia Einwände dagegen vorgebracht, dass der spanische Staat im Hinblick auf das Seegebiet zwischen den Kanaren auch über internationale Gewässer bestimmen darf.

Beispiel Galápagos-Inseln

Um dies jedoch zu erreichen, müsse der spanische Staat eine Änderung in der Verfassung vornehmen, so dass die Kanaren als „Archipel-Gebiet“ bezeichnet werden. Dadurch würde den Inseln das Recht auf die Kontrolle des gesamten Schiffsverkehrs zwischen den Inseln zugesprochen. Ein Umstand, den beispielsweise schon die Galápagos-Inseln erreicht haben, um möglichen Umweltdesastern in ihrem einmaligen Naturgebiet vorzubeugen.

Wegen der geographischen Lage passieren die Kanarischen Inseln jährlich durchschnittlich 1.500 Öltanker.




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