Schwerste Schäden


© Moisés Pérez

Botanischer Garten in Puerto de la Cruz geschlossen

Der botanische Garten in Puerto de la Cruz wurde bei dem Sturm am 29. November schwer in Mitleidenschaft gezogen. Teils über 100 Jahre alte Bäume wurden entwurzelt oder so schwer beschädigt, dass sie gefällt werden müssen.

Nie zuvor in der mehrere Jahrhunderte langen Geschichte der Anlage wurde ein so schwerer Schaden verzeichnet. Auf den Inseln einzigartige Exemplare exotischer Arten gingen durch den schweren Sturm verloren, der ein Bild der Verwüstung in dem Pflanzenparadies hinterlassen hat. Die Aufräumarbeiten werden schätzungsweise mehrere Wochen dauern, weshalb der Garten vorläufig und mindestens für drei Wochen geschlossen bleiben wird, teilte der Direktor mit.

Der Botanische Garten wurde 1788 im Auftrag von König Karl III. angelegt und trägt auch heute noch den offiziellen Namen „Jardín de Aclimatación de La Orotava“, weil seinerzeit Puerto de la Cruz noch keine selbstständige Stadt war, sondern als Hafen von La Orotava („Puerto de La Orotava“) galt. 1860 wurde der Botanische Garten – zu diesem Zeitpunkt in verwahrlostem Zustand – dank der Anstrengungen des Schweizer Obergärtners Hermann Wildpret wieder auf Vordermann gebracht und erlangte zusehends internationales Ansehen. Heute steht der Garten unter der Leitung des kanarischen Instituts für landwirtschaftliche Forschung.

Die Besonderheit des „Jardín Botánico“ liegt darin, dass die unterschiedlichsten Pflanzen aus Europa, Afrika und Amerika hier dank der besonderen klimatischen und orographischen Bedingungen nebeneinander wachsen können. Über 5.000 Pflanzenarten, 120 Baumarten und eine Sammlung von über 50.000 Gewächsen aus fünf Kontinenten finden auf einer Fläche von 60.000 m² Platz und Lebensraum.




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