Schaden für Fauna und Flora


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Das Aussterben der kanarischen Rieseneidechsen beeinträchtigt das Ökosystem des Archipels

Kanarische Inseln – Die ständige Verringerung der Population der kanarischen Rieseneidechsen beeinträchtigt, so das Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), der Oberste Rat für wissenschaftliche Forschung, das Ökosystem der Inseln.

Die Echsen, die sich ausschließlich von Früchten ernähren, tragen nämlich zur Samenausbreitung bei.

Alfredo Valido, Leiter der Studie des CSIC, bedauert den Verlust dieser „fleißigen Gärtner“ und bemerkt insbesondere den Rückgang in der Verbreitung einer der endemischen Pflanzen der Inseln, die sogenannte „Orijama“ (Cneorum pulverulentum), ein heimischer Busch, dessen Fortbestehen ausschließlich von der Samenausbreitung durch die Rieseneidechsen abhängig ist.

Die in der Publikation „Journal of Ecology“ veröffentlichte Studie erläutert, inwieweit die Minderung der Exemplare den Rückgang verschiedener Gewächse beeinträchtigt.

Seitdem sich vor etwa 2.600 Jahren die ersten Siedler auf den Inseln niederließen, mussten die großen Eidechsen um ihr Überleben kämpfen. Nicht nur Haustiere wie Katzen beeinträchtigen die Fortpflanzungserwartung der Echsen. Insbesondere streunende Katzen und freilaufende Ziegen bedeuten eine Gefahr für die Spezies.

Auch hat sich die Größe der Echsen im Laufe der Zeit bedeutend reduziert. Nicht selten waren Exemplare mit einer reinen Körperlänge (ohne Schwanz) von 50 Zentimetern  zu finden. Heutzutage werden die Tiere im Schnitt nicht mehr länger als 14 Zentimeter. Bedingt durch die geringere Größe wird auch ihr Lebensraum verkleinert, wodurch sich wiederum die Fläche der Streuung der Samen reduziert.




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