Santa Cruz hat seinen Schuldenberg von 143 Millionen Euro abgetragen


Bürgermeister José Manuel Bermúdez. Foto: ayto sc de TF

Die Abgaben konnten gesenkt und die Sozialausgaben und Investitionen angehoben werden

Teneriffa – Santa Cruz hat es geschafft. Während Teneriffas Hauptstadt während der Krisenzeiten zwischen 2011 und 2015 mit bis zu 143 Millionen Euro in den roten Zahlen steckte, kann die Gemeinde die Legislaturperiode nun mit einem bereinigten Haushalt abschließen. Das konnten Bürgermeister José Manuel Bermúdez und Finanz- und Personalstadtrat Juan José Martínez bekannt geben.

In den letzten vier Jahren habe man neben der Reduzierung der Schulden auch erhebliche Senkungen der Abgaben vornehmen können, so die Gemeindevertreter. Santa Cruz sei die Provinzhauptstadt mit der geringsten Abgabenlast in ganz Spanien. Mit den letzten Senkungen würden die Bürger und Unternehmen der Stadt in diesem Jahr 9 Millionen Euro einsparen. Die Abgabenlast sei von 402,30 auf 374,30 Euro pro Einwohner gesunken.

Auch in privatwirtschaftlicher Hinsicht geht es den Bürgern viel besser. Während im Februar 2015 knapp über 104.000 Bürger in die Sozialversicherung einzahlten, belief sich die Zahl der arbeitstätigen Beitragszahler im vergangenen Februar, also vier Jahre später, auf knapp 119.000. Das entspricht einer Steigerung von 14%. Juan José Martínez erklärte, bei den neuen Beschäftigten handele es sich um neu hinzugezogene, frühere Arbeitslose oder Personen, die in anderen Gemeinden wohnten, aber in Santa Cruz ihren Arbeitsplatz hätten, ließ der Stadtrat wissen.

Die Gemeinde konnte in den letzten vier Jahren ihren Haushalt um 31% auf 286 Millionen Euro anheben. Ohne Schulden könne die Gemeinde investieren, Abgaben senken und die Sozialausgaben erhöhen, so Bürgermeister Bermúdez. Die Ausgaben für Soziales gehörten zu den höchsten des Landes und seien von 18,5 auf 29,2 Millionen Euro um 58% gestiegen, was pro Bürger einen Betrag von 90,20 Euro im Jahr 2015 bzw. 142,70 Euro in diesem Jahr ausmache. Die Höhe der Investitionen ist in vier Jahren um 153% bzw. 34 Millionen Euro auf 56,4 Millionen Euro in diesem Jahr angewachsen.

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