„Sabor a Canarias“ in Berlin


© León W. Schönau

Die Deutsch-Kanarische Gesellschaft „Canarias en Berlín e.V.“ feierte den Regionalfeiertag in der Bundeshauptstadt

Am 1. Juni 2007, anlässlich der Feierlichkeiten zum „Día de Canarias“ in Berlin hielt der kanarische Geschmack so köstlich und vielfältig Einzug in die Metropole, dass nicht nur die anwesenden Exilcanarios, Gäste aus Lateinamerika oder Freunde von der Peninsula dachten, sie wären vor Ort.

Berlin – Auch die deutschen Geschmacksnerven waren vom „Sabor a Canarias“ vollauf von den am Abend gebotenen kulinarischen Köstlichkeiten begeistert. Die Deutsch-Kanarische Gesellschaft „Canarias en Berlín e.V.“ hatte rund 60 Mitglieder und Gäste, unter ihnen Frau Itziar Taboada, Botschaftsrätin und Leiterin der Kulturabteilung an der Spanischen Botschaft, in die moderne Showküche der Firma Bulthaup im „Stilwerk“ Berlin, eingeladen.

Dort, man muss schon sagen „zelebrierten“, zwei Meisterköche und zugleich Kochdozenten der Hotelfachschule am „Instituto de Enseñanza Secundaria Virgen de las Nieves“ in Santa Cruz de La Palma, ein von Vorspeisen über etliche Hauptgänge bis zu Nachspeisen reichendes Menü. Ja, die Kanarenspeisekarte sieht etwas anders aus, als in Deutschland gewohnt: Kräftig und würzig einerseits, sanft den Gaumen umschmeichelnd andererseits, gewiss nicht durchgängig kalorienarm und vor allem immer wieder eins, was alle Rezeptnachfrager und „Bekochten“ fortwährend zum Ausdruck brachten: „¡Muy rico!“ („sehr lecker“). Cristina Guerra Díaz, Präsidentin von „Canarias en Berlin“, selbst Palmera, stellte  einleitend Enrique García Leal und Ignacio A. Hernández als „Köche mit kananarischem Herz und Geschmack“ vor. Diese wiederum verrieten entweder beim Mojoanrichten, bei den „chicharrones con gofio de millo“, bei der „dama canaria“ (Bananen im Speckmantel“) oder  bei der „Sopa de garbanzas“ (Kichererbsensuppe), dem „pámpano salado encebollado con papitas arrugas“ (Pampanofisch im Zwiebelbett mit kanarischen Runzelkartoffeln) oder, oder,…  den umstehenden Neugierigen wirklich alle Geheimnisse. „Bien me sabe“ wurde schnell zum geflügelten Wort Auch dank  der kanarischen Weine, gestiftet von den Bodegas Teneguía, La Palma, sowie der freundlichen Unterstützung durch die Viceonsejería de Emigración, die kanarische Regierung und das Cabildo von La Palma wurde es ein Abend voller Geschmack und bester Stimmung. Jeder Gast bekam persönlich die Rezepte des Abends, ausgedruckt auf blau-gelb-weißem Papier, zum Ausprobieren zu Hause. So nah war man in Berlin am „Día de Canarias“ den Kanaren schon lange nicht mehr…

Text: León W. Schönau

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