Rieseneidechsen: Neuer Zucht­erfolg


105 Jungtiere geschlüpft

El Hierro – Die Zuchtstation für Rieseneidechsen auf El Hierro hat in diesem Jahr einen neuen Erfolg verbucht. Zwischen dem 29. August und dem 5. September sind in der Anlage im Tal von El Golfo 105 Eidechsen dieser vom Aussterben bedrohten Echsenart geschlüpft. Grund genug für die Leiterin des Umweltressorts der Inselverwaltung, dem „Lagartario“ einen Besuch abzustatten.
„Dies ist eine hervorragende Nachricht für das ganze Team, das sich tagein, tagaus um die Zucht dieser einzigartigen Spezies bemüht, die so viel für El Hierro bedeutet“, erklärte Ressortleiterin Montserrat Gutiérrez
In der Zuchtstation wurden unter Berücksichtigung morphologischer und genetischer Merkmale in diesem Jahr 17 Eidechsenpaare „verkuppelt“, von denen sich 14 erfolgreich fortgepflanzt haben. Zwischen dem 21. Juni und dem 22. Juli legten die Weibchen insgesamt 130 Eier in Gelegen von 4 bis 14 Eiern. Daraus schlüpften schließlich 105 Eidechsen, die nun in einer Quarantänestation gehegt und gepflegt werden.
Im laufenden Jahr wurden außerdem Zählungen der in Freiheit lebenden Rieseneidechsen vorgenommen, um den Erfolg des Auswilderungsprogramms festzustellen. Roque Chico de Salmor, Fuga de Gorreta und Punta de Agache sind einige der Gebiete, in denen Exemplare der Art Gallotia simonyi ausgewildert wurden.
Aktuell leben in der Zuchtanlage und der Anlage in der Finca de Los Palmeros, wo ausgewachsene Exemplare auf ihre Freilassung vorbereitet werden, an die 300 Rieseneidechsen.
Die Rieseneidechsen Gallotia simonyi, ein Endemit der kleinen Insel El Hierro, sind ein wahres Relikt. Die Spezies gehört zu den gefährdetsten Tierarten der Welt. Das Reptil galt als ausgestorben, bis 1975 eine kleine Kolonie entdeckt wurde, die überlebt hatte. Dank des daraufhin ins Leben gerufenen Zuchtprogrammes konnte der Fortbestand der Art gesichert werden.
Die Art kennzeichnet sich durch einen großen Kopf und einen langen Schwanz. Die Eidechsen können bis zu einer Länge von 60 Zentimetern wachsen. Ihr Rücken ist grau bis braun, manchmal auch schwarz, während der Bauchbereich heller bis hin zu weiß ist. An der Leiste weisen die Tiere gelbe Punkte auf.

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