Reisebeschränkungen verändern die Reservierungslage

Traditionell nutzen viele Canarios die Osterferien für einen Kurzurlaub auf den anderen Inseln. Foto: CABTF

Traditionell nutzen viele Canarios die Osterferien für einen Kurzurlaub auf den anderen Inseln. Foto: CABTF

Testpflicht sorgt für Stornierungen

Kanarische Inseln – Die Osterferien nutzen viele Canarios traditionell für einen Kurzurlaub auf den Inseln, und so hatte die Branche nach dem Einbruch der Reservierungen aus dem Ausland und vom spanischen Festland ihre Hoffnungen auf den einheimischen Urlaubermarkt gesetzt.
Doch die kurzfristig verhängten Reisebeschränkungen für die Dauer der „Semana Santa“ auf dem Archipel hat die Ferienplanung vieler Familien durchkreuzt. Bereits am Tag nachdem die Regionalregierung die neuen Maßnahmen bekannt gegeben hatte, liefen bei der regionalen Fluggesellschaft Binter die Telefone heiß. Die coronabedingte Flexibilität bei den Stornierungen und die Verunsicherung durch den Wechsel der drei größten Inseln in Warnstufe 3 haben eine regelrechte Flut von Stornierungen bewirkt.
Die Branche rechnet damit, dass die Bewohner von Gran Canaria und Teneriffa sich eher dafür entscheiden werden, die Osterferien im Süden der eigenen Insel zu verbringen, als sich einem Corona-Test zu unterziehen. Der kanarische Verband der Reisebüros und Reiseveranstalter, Acavyt, hatte die Regionalregierung zwar aufgefordert, die Kosten für die Tests zu übernehmen, die Regierung hat dies aber ausgeschlossen. Am stärksten werden vermutlich die bevölkerungsärmeren Inseln von den neuen Reisbeschränkungen betroffen sein.
Die Hoteliers tragen es mit relativer Fassung. Sie seien resigniert und richteten nun den Blick auf den Sommer, erklärte die Präsidentin des Hotelverbands von Lanzarote, Susana Pérez. Auch der Vorsitzende des Hotelverbands der Provinz Las Palmas, José María Mañaricua, bestätigt, dass bereits im Januar klar gewesen sei, dass die Wintersaison nicht zu retten sein würde. Man rechne mit einer Wiederbelebung des Tourismus ab Juli, so Mañaricua.

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