Reise in La Palmas Vergangenheit


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„Caboco de Buracas“ bei Las Tricias wird geschützte Zone

Auf verschiedenen Kanareninseln hat man Feldzeichnungen der Ureinwohner entdeckt. Seit 1941 sind auch auf La Palma die Steinritzungen in der Umgebung von Las Tricias bei Garafía bekannt.

Lange Zeit wurden sie nur wenig beachtet, doch mit dem zunehmenden Tourismus besuchten mehr Menschen die einsamen Weidezonen des Nordwestens auf der Suche nach den unverstandenen Relikten einer längst vergangenen Epoche. Besonders Spiralen und Mäander hat irgendjemand in mittelgroße Felssteine geritzt, von denen so mancher verschwand und in einem Privathaus der Gegend eingemauert wurde.

Doch nicht nur die Steine zeugen von den Benahoariern, wie sich die Ureinwohner La Palmas selbst nannten, auch ein großer Komplex von Wohnhöhlen begeistert die Archäologen. Über tausend Jahre, so vermuten sie, waren diese Höhlen bewohnt, worauf mehrere Boden- und Ascheschichten hindeuten. Auch die obligatorischen Bestattungshöhlen, die den Verstorbenen vorbehalten waren, wurden entdeckt. Die Siedlung lag beim Barranco de Corchete in der Nähe einer Quelle, der „Fuente de Buracas“.

Die Inselregierung von La Palma hat nun 40.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die archäologische Zone zu schützen und dem interessierten Besucher zugänglich zu machen. Dazu werden nicht nur die Steinritzungen restauriert, sondern auch einige Höhlen so hergerichtet, dass man sich vorstellen kann, wie die Benahoarier dort einst gelebt haben. Informationstafeln erklären interessante Details aus dem Leben der Ureinwohner, und all das soll so ausgeführt werden, dass der natürliche Eindruck der Umgebung möglichst wenig beeinträchtigt wird.




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