Regionalregierung zweifelt am prophezeiten Wirtschaftswachstum


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Experten sind verhalten optimistisch

Derzeit berät die Regionalregierung über den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Wie schon in den Vorjahren bzw. seit Krisenbeginn werden in einer ersten Phase die geschätzten Ausgaben erfasst und die Konjunkturprognosen für 2014 aufgestellt, in einer zweiten Phase die erwarteten Einnahmen summiert und den Ausgaben gegenübergestellt.

Auf diese Weise sehen sich die Ressorts gezwungen, ihre Ausgaben genau zu kalkulieren und vor allem zu rechtfertigen. Hinsichtlich der Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung auf den Kanaren äußerte Jesús Velayos vom Finanzressort, man gehe davon aus, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,6% verzeichnen und sich die Arbeitslosenquote unter der Marke von 34% einpendeln werde.

Während Hispalink, ein Projekt mehrerer spanischer Universitäten zur Erfassung und Auswertung von Wirtschaftsdaten, den Kanaren bereits ein Wachstum von 1% vorhergesagt hat und Experten die Inseln zu den drei wachstumsstärksten Regionen des kommenden Jahres zählen, hielt sich die Regionalregierung lieber bedeckt und will „abwarten, was nächstes Jahr passiert“. Vor allem glaubt man nicht daran, dass sich das geringe Wirtschaftswachstum tatsächlich schon auf den Arbeitsmarkt auswirken und die soziale Krise mildern könnte. Aus diesem Grund wolle sich die Regierung auch weiterhin intensiv für eine Streuung des touristischen Angebots, eine Förderung des Bauwesens und die Öffnung des Kreditflusses einsetzen, gab Velayos bekannt.




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