Regionalregierung investiert 10 Mio. Euro in die Restaurierung des „Viera y Clavijo“-Komplexes


Das Hauptgebäude, das als Kulturgut deklariert wurde, ist verwahrlost, verkommen und beschmiert. Fotos: Moisés Pérez Pérez

Das zum Kulturerbe erklärte Gebäude, das Theater und der dazugehörige Park an der Rambla von Santa Cruz sollen wieder zur Bildungs- und Kulturstätte werden

Teneriffa – Direkt an der Rambla von Santa Cruz liegt der „Viera y Clavijo“-Park, der aus einem historischen Hauptgebäude, einem kleinen Theater und einer Gartenanlage besteht. Nach Jahren der Verwahrlosung soll der Komplex nun bald restauriert und kulturellen Zwecken zugeführt werden.

In den vergangenen Jahren berichteten die lokalen Medien häufig über den zunehmenden Verfall des Komplexes, der von Hausbesetzern als Bleibe genutzt wurde. Zwar hatte 2004 die Regionalregierung die Finanzierung einer ersten Instandsetzung zugesagt, doch das entsprechende Abkommen mit der Gemeinde nicht erfüllt. Im Jahr 2013 verklagte Santa Cruz die Regionalregierung, die im November letzten Jahres vom Obersten Gerichtshof der Kanaren zur Zahlung von 3,8 Millionen Euro für die Renovierungsarbeiten verurteilt wurde.

In Zukunft soll die Gartenanlage wieder zum Spazierengehen einladen. Fotos: Moisés Pérez Pérez

Am 28. August unterzeichneten Regionalpräsident Fernando Clavijo, Cabildo-Präsident Carlos Alonso und Bürgermeister José Manuel Bermúdez nun ein Abkommen, in dem die Region die Zahlung von 10 Millionen Euro zur Wiederherstellung des Komplexes garantiert.

Der Bürgermeister erklärte, das Abkommen beende einen zwölf Jahre andauernden Konflikt zwischen der Region und der Gemeinde.

Da die Finanzierung nun steht, kann die Gemeinde endlich die Verfahrenswege einleiten, das Projekt ausarbeiten lassen und die Restaurierung in Auftrag geben. José Manuel Bermúdez rechnet damit, dass die Arbeiten in anderthalb Jahren aufgenommen werden können.

Der Komplex wurde 1903 erbaut. Das Hauptgebäude diente viele Jahre lang als Schule, das Colegio de la Asunción war dort untergebracht. Danach als Sitz des Kulturressorts, der Privatuniversität Menéndez Pelayo, der Senioren-Universität und der Musikschule. Das historische Gebäude wurde im Jahr 2008 zum Kulturgut erklärt. In dem Nebengebäude befand sich jahrelang das Theater Pérez Minik.

Nach der Renovierung des Hauptgebäudes, der Instandsetzung des Theaters und der Verschönerung der Gärten sollen im Hauptgebäude Umschulungen, Weiterbildungen sowie kulturelle und bildende Aktivitäten durchgeführt werden. Zudem will man das Theater zu neuem Leben erwecken.




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