Quallenplage auf La Palma


An der Westflanke der Insel sind hunderte Portugiesische Galeeren aufgetaucht

Sie tragen einen recht eigenartigen Namen: Portugiesische Galeeren (Physalia physalis), heißt die Quallenart, die in den letzten Wochen die Badebuchten im Westen La Palmas heimgesucht haben. In el Remo, Charco Verde, Puerto de Naos und Puerto de Tazacorte tauchten hunderte dieser unangenehmen Meeresbewohner auf.

Wie die Verantwortliche für das Marinereservat La Palmas, Tamia Brito, mitteilte, tauchen Quallenplagen meist auf, wenn das Meerwasser sich zu sehr erwärmt, saisonbedingt zu viele Mikroalgen auftauchen oder als Folge der Überfischung der natürlichen Feinde der Quallen, wie z.B. Thunfische.

Die Portugiesische Galeere ist giftig und findet sich in erster Linie im Pazifik, seltener auch im Atlantik vor den Kanarischen Inseln und vor Portugal. Die blauviolett schimmernde Qualle ist mit Tentakeln ausgestattet, die ein Giftgemisch enthalten, das die Nervenzellen angreift und im schlimmsten Fall zu Atemstillstand und Herzversagen führen kann. Bei Hautkontakt breitet sich schnell ein brennender Schmerz aus, es kann zu Herz- Kreislaufstörungen verbunden mit einem Schock und Erbrechen kommen. Es sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, denn der Kontakt mit dem Gift birgt die Gefahr eines allergischen Schocks.

Wenn eine sofortige Arztbehandlung nicht erfolgen kann, sollte die angegriffene Stelle keinesfalls mit Süßwasser ausgespült werden, nur mit Salzwasser. Die Stelle kann mit Sand bedeckt werden. Um den Schmerz zu lindern, kann eine 5%ige Essiglösung auf der Haut verteilt (nicht eingerieben) werden.




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