Puerto de la Cruz ist saniert


Vor vier Jahren drohte der mit 37 Millionen Euro verschuldeten Gemeinde der staatliche Eingriff

Teneriffa – Sichtlich erleichtert, konnten Bürgermeister Lope Afonso und Stadträtin Sandra Rodríguez nun bekannt geben, dass Puerto de la Cruz am 31. Juli 550.004 Euro überwiesen hat und somit schuldenfrei ist. Für die beiden Lokalpolitiker von Partido Popular (PP) bzw. Coalición Canaria (CC) und Puerto de la Cruz war es ein wichtiger Tag, schließlich hatte die Stadtverwaltung im Jahr 2013 aufgrund eines Schuldenberges von 37,4 Millionen Euro einen strengen Sanierungsplan aufstellen müssen. Der Staat hatte sogar mit einem Eingriff gedroht. Nun konnte die Stadt sechs Jahre vor Abschluss des Sanierungsplanes, vorgesehen für 2023, den roten Bereich verlassen.

Afonso dankte den Bürgern für die Anstrengungen und den Verzicht der letzten Jahre. Die Gemeinde hatte die Höhe der lokalen Gebühren aufgrund der staatlichen Vorgaben nicht senken dürfen. Gleichzeitig wurde spürbar an allen Ecken und Enden, insbesondere im Bereich Bauarbeiten und Stadtreinigung, gespart. Sandra Rodríguez gestand ein, dass die Stadt in den vergangenen Jahren die meisten Beschwerden wegen mangelnder Reinigung, Müllentsorgung und Gartenpflege erhalten hatte. Afonso und Rodríguez hielten sich eisern an den Sparplan, um schneller als geplant den Sanierungsplan beenden und die Gebührenlast abbauen zu können. Die Schulden abbezahlt zu haben, komme dem Heben einer schweren Steinplatte gleich, die jahrelang die Wirtschaft der Stadt schwer belastet habe – so beschrieb der sichtlich erleichterte Bürgermeister Lope Afonso die Anspannung und den Druck der letzten Jahre.

Am 31. Juli wurde die letzte Schuld bei einem Finanzinstitut über 550.004 Euro überwiesen. Die Gemeinde konnte sich als schuldenfrei bezeichnen und den Sanierungsplan abschließen. Afonso und Rodríguez kündigten an, am nächsten Etat der Gemeinde würden die Bürger positive Veränderungen erkennen. Die Gebühren sollen gesenkt, die Stadt sauberer und schöner werden.

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