PP verliert 115.000 Stimmen auf den Inseln


Die Kanarischen Inseln straften am Wahlsonntag die traditionellen Parteien ebenfalls ab. Die Wähler unterstützten verstärkt alternative Parteien. Die Wahlbeiligung lag knapp über 37%. Partido Popular, die Sozialistische Partei der Kanaren PSOE und die Kanarische Koalition CC, erlebten einen harten Rückschlag und verloren rund 240.000 Stimmen.

Die Gewinner waren Gruppen, welche frischen Wind in die Politik bringen wollen wie Podemos, Izquierda Unida oder  UPyD, die zusammen 160.000 Stimmen erreichten. Die „Abnutzung“ nach zweieinhalb Jahren Regierungszeit war für die PP auf den Inseln besonders gravierend. Sie erhielten 132.000 Wählerstimmen gegenüber 247.900 bei den Europawahlen von 2009. Sie verloren also 115.000 Stimmen. Die Konservativen  blieben auf den Inseln trotzdem die erste Kraft mit den erreichten 23,3% der Stimmen. Doch damit liegen sie nur einen Punkt vor den Sozialisten. Die wurden ebenfalls hart abgestraft und fielen von 218.968 auf 126.000 Stimmen zurück. Damit erreichten sie 22,2% der Wählerstimmen gegenüber 36% bei den Wahlen von 2009.

Die dritte Partei, die auf den Kanaren große Stimmverluste hinnehmen musste, ist die CC – Kanarische Koalition, die auf den Inseln regiert. Sie hatte für die Europawahlen ein Bündnis mit anderen nationalistischen Parteien aus Katalonien, dem Baskenland und Galicien geschlossen. CC wurde von 69.000 Wählern unterstützt. Vor fünf Jahren waren es noch 96.000. Sie verloren 27.000 Stimmen und fielen von 15,8 auf 12,3% zurück.

Wie auf nationaler Ebene konnte „Podemos“ auch auf den Kanaren einen unerwarteten Wahlsieg verzeichnen. Sozusagen aus dem Stand erhielt die neue politische Gruppierung 62.500 bzw. 11% der kanarischen Wählerstimmen und sitzt der CC damit hart auf den Fersen, der Partei, die seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Archipel die Regierung stellt.




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