Paseo de la Costa wird erneut in Auftrag gegeben


Die Arbeiten am über der Küste gelegenen Fußgängerweg wurden vor fast einem Jahr abgebrochen. Foto: Moisés Pérez Pérez

Das Bauunternehmen war in La Paz auf zwei schwierige Probleme gestoßen

Teneriffa – Die Bauarbeiten zur Erneuerung und Verschönerung des Fußgängerweges in La Paz, die im Januar vergangenen Jahres aufgenommen und bereits im April überraschend eingestellt wurden, sollen noch in diesem Jahr von einem anderen Unternehmen weitergeführt werden.

Am 18. Januar 2016 hatte Carlos Alonso, Cabildo-Präsident und Vorsitzender des Konsortiums zur Verbesserung und Modernisierung von Puerto de la Cruz, das Projekt vorgestellt. Zunächst sollte ein 500 m langer Abschnitt des Paseo de la Costa, einem Küstenweg, der einmal von Los Realejos bis nach La Orotava führen soll, erneuert und verschönert werden. Der entsprechende Abschnitt liegt zwischen dem Hotel Semiramis und dem Aussichtspunkt La Paz und führt die Steilküste entlang. Um den Spaziergängern den freien Blick auf das Meer zu ermöglichen, sollte eine Steinmauer abgerissen werden. Auch war vorgesehen, den Bodenbelag zu erneuern und anderen, vor Kurzem neu gestalteten Bereichen anzupassen. Eine Million Euro waren für das Vorhaben bereitgestellt worden, das innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen sein sollte. Doch im April wurden die Bauarbeiten unterbrochen.

Dieser Tage nannte Stadtrat Juan Carlos Marrero die Gründe für den Baustopp und erklärte, wie es nun weitergehen werde. Danach sei das beauftragte Unternehmen kurz nach Baubeginn auf zwei schwerwiegende Probleme gestoßen, die zu einer Auflösung des Vertrages, der Verteuerung des Vorhabens um 40% und der Einleitung eines neuen Vergabeverfahrens geführt hätten.

Zum einen kam im Rahmen der Bauarbeiten die Instabilität des am Rand eines Steilhanges gelegenen Geländes zutage. „Es handelt sich um keine alarmierende Situation, allerdings ist eine Absicherung notwendig, um zukünftige Probleme zu vermeiden. Nicht der ganze Weg ist betroffen, nur einzelne Teile, deren Länge etwa 120 Meter umfasst,“ erklärte Marrero. Zur Absicherung will man auf die bereits im Falle der Calle Tegueste verwendeten Methode zurückgreifen, bei der die Hohlräume mit Spritzbeton aufgefüllt und durch Anker gesichert wurden.

Außerdem muss eine private Kläranlage aus den 60er-Jahren entfernt werden, von der niemand wusste, dass sie sich auf Gemeindegebiet befindet.

Zunächst habe man versucht, mit dem Bauunternehmen Dragados eine Einigung über die Erweiterung des Auftrages zu erzielen, doch dies sei nicht gelungen. „Das Konsortium zur Verbesserung und Modernisierung von Puerto de la Cruz hat beschlossen, den Vertrag aufzulösen, das Projekt anzupassen und erneut in Auftrag zu geben,“ erläuterte Marrero.

Noch in diesem Jahr soll ein anderes Bauunternehmen mit dem erweiterten Vorhaben und für nunmehr einen Betrag von 1,4 Millionen Euro beauftragt werden.

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