Offshore-Windkraftanlage der Zukunft „wächst“ in Arinaga


Das Unternehmen Esteyco baut derzeit in Arinaga die erste Offshore-Windkraftanlage Spaniens aus Beton mit einem Schwerkraftfundament. Foto: esteyco

Esteyco arbeitet an der Fertigstellung eines neuen Prototypen aus Beton

Gran Canaria – Arinaga auf Gran Canaria ist eines der Gebiete, in denen die Energiegewinnung durch Offshore-Windkraftanlagen für die Zukunft getestet wird. Hier ist in den letzten Monaten auf einer riesigen Betonplattform ein Turm emporgewachsen, der noch in diesem Jahr als neue Entwicklung auf dem Gebiet der Offshore-Windkraftanlagen in der Nähe der Forschungsstation „Plataforma Oceánica de Canarias“, kurz Plocan, vor der Küste von Jinámar im Meer verankert werden soll.

Das Projekt mit Pioniercharakter soll eine neu entwickelte Art von Offshore-Windkraftanlagen erproben, die den Vorteil haben, dass sie einfacher und kostengünstiger zu installieren sind. Die spanische Unternehmensberatung ESTEYCO, deren Ingenieure bereits vor Jahren die Vorteile von Beton gegenüber Stahl beim Bau der Türme für Windkraftanlagen erkannten und erfolgreich erprobten, baut derzeit in Arinaga die erste Offshore-Windkraftanlage Spaniens aus Beton mit einem Schwerkraftfundament. Die Basis hat einen Durchmesser von 132 Metern, und der Betonturm wird teleskopisch ausfahrbar sein. Jeder Bestandteil der Anlage – Fundament, Turm, Rotorblätter – wird komplett an Land zusammengebaut und mithilfe von Schleppern an den Standort im Meer gezogen.

Das Projekt trägt den Namen Elisa-Elican und wird durch das EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ mit 14 Millionen Euro teilfinanziert. Dem Beginn der Bauarbeiten ging eine siebenjährige Forschungsphase voraus, in der die Ingenieure von ESTEYCO diese Technologie entwickelten. Beteiligte Partner an dem Projekt sind die Firmen GAMESA, ALE Heavy-Lift und DEWI-UL.

Die Windkraftanlage wird eine Leistung von 5 Megawatt haben. Für ihre Installation im Meer wird kein Jack-up-Installationsschiff benötigt, was die Kosten erheblich senkt, denn ein solches Schiff kostet zwischen 300.000 und 400.000 Euro pro Tag.




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