Ölgegner erleiden Niederlage


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Oberster Gerichtshof bestätigt Genehmigungen

Im Kampf gegen eine Ölförderung vor den Kanarischen Inseln erlebten die Gegner am 4. Juni einen harten Rückschlag, denn der Oberste Gerichtshof lehnte die von der kanarischen Regierung, Fuerteventura und Lanzarote eingelegten Rechtsmittel ab. Da die Mängel, die vor Jahren zu einer Teilnichtigkeit der Genehmigung geführt hatten, mittlerweile behoben wurden, steht den Probebohrungen nichts mehr im Wege, so die Richter.

Denn die heutige Genehmigung der Zentralregierung ist zwingend geknüpft an die Erfüllung der umweltpolitischen Auflagen, wie die Vorlage von Studien über Umweltauswirkungen und Katastrophenplänen.

Doch die Canarios wollen nicht aufgeben und ihre Ökosysteme und den Tourismus schützen. Nach der gerichtlichen Entscheidung bereitete Regionalpräsident Paulino Rivero die Bevölkerung auf „eine lange und leidenschaftliche Schlacht“ vor, „die wir aber in jeder Hinsicht gewinnen werden“. Am 8. Juni will Rivero dem zuständigen EU-Kommissar das kanarische Anliegen vorbringen. Derweil versuchen die Canarios, die Weltöffentlichkeit auf die geplanten Probebohrungen aufmerksam zu machen.

Protestaktionen gegen Ölförderung

Ironmänner sollen helfen

Beim Ironman-Extremsportwettkampf auf Lanzarote weckten Gegner der Ölförderung vor den kanarischen Küsten  (das Wochenblatt berichtete) die Aufmerksamkeit der internationalen Sportler und Pressevertreter und informierten über die Probebohrungen, in der Hoffung, dass das Thema nun auch weltweit zur Sprache kommen und für internationalen Protest sorgen wird. Derweil legte die Umweltschutzorganisation WWF beim Obersten Gerichtshof Spaniens Rechtsmittel gegen die von der Regierung erteilte Genehmigung für Probebohrungen ein, da die Biosphärenreservate von Lanzarote und Fuerteventura in Gefahr seien.




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