Ölförderung nun auch Thema in Brüssel


© Repsol

EU-Kommission nahm beide Beschwerden an

Nun wird sich auch die Europäische Kommission mit der Ölförderung vor den kanarischen Küsten (das Wochenblatt berichtete) beschäftigen, denn sowohl die von Fuerteventuras als auch die von Lanzarotes Inselregierung eingereichten Beschwerden wurden angenommen und die entsprechenden Verfahren eingeleitet.

Brüssel – Die Beschwerden beider Cabildos richten sich gegen die von der spanischen Regierung dem Erdölkonzern Repsol erteilte Genehmigung für Probebohrungen circa 60 Kilometer von Fuerteventuras und Lanzarotes Küste entfernt. Gestützt werden die Anträge auf wissenschaftliche Gutachten diverser Umweltexperten.

Mario Cabrera und Pedro San Ginés, Inselpräsidenten von Fuerteventura bzw. Lanzarote, dankten den Wissenschaftlern für ihre Unterstützung und klagten an, die EU schenke ihnen mehr Beachtung als die Zentralregierung in Madrid, die immer noch nicht auf ihre Einwände reagiert habe.

Derweil protestieren auch die Bürger weiterhin gegen die mögliche Ölförderung. Mitte April reichte eine Bürgerbewegung von Fuerteventura eine Liste mit 4.200 Unterschriften gegen das Vorhaben bei der Regierungsvertretung auf den Kanarischen Inseln ein.




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