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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – Mahnveranstaltungen auf den Kanaren

Überall auf den Kanarischen Inseln wurde am 25. November der Opfer häuslicher Gewalt gedacht. Vor den Rathäusern versammelten sich Mitglieder der Gemeinderäte, um ihre Ablehnung jeder Form von Gewalt an Frauen öffentlich kundzutun.

Als Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern und der Ablehnung von Gewalt wurde überall im Verlauf dieser Kundgebungen eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer eingelegt.

Das Institut für soziale und soziosanitäre Betreuung (IASS) des Cabildos von Teneriffa, dessen zuständige Abteilung im Laufe der Jahre 15.000 Betroffenen Hilfe geleistet hat, verlas an diesem Tag ein Manifest über den Kampf für die Abschaffung dieses sozialen Missstandes. Darin heißt es: „Heute, am 25. November, begehen wir den Internationalen Tag gegen Gewalt, die an Frauen und Mädchen verübtsind, nur wegen ihres Geschlechts …“  

Die UNO hat erklärt, dass es sich dabei um das häufigste verdeckte Verbrechen der Welt handelt, und darauf gedrängt, dass die Regierungen aller Länder alles Nötige veranlassen, um vorzubeugen, den Opfern beizustehen, die Schuldigen zu bestrafen und dieses schreckliche Attentat auf die Menschenrechte auszurotten.

Die Gewalt gegen Frauen stützt sich auf die Diskriminierung von Personen wegen ihres Geschlechts und erzeugt dabei soziokulturelle Faktoren,  die Männern die Rolle des Mächtigen und Frauen die der Unterwerfung zuschreiben. Dies erschwert die wirkungsvolle kulturelle, soziale und moralische Entwicklung, die nötig ist, um sie abzuschaffen. 

Die Konsequenzen dieses Missstandes sind nicht nur verheerend für die Frauen, die darunter leiden, sondern auch für die Zukunft der Mädchen und Jungen, die in Situationen gewohnheitsmäßiger häuslicher Gewalt aufwachsen, die zukünftige Opfer und Täter werden können (…)

Im Verlauf dieses Jahres sind 44 Frauen gestorben, eine davon auf den Kanaren, in Arona, sie hieß Zulay. Die Opfer hinterlassen 32 minderjährige Waisen.




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