Montaña Clara-Besitzer hängen Verkaufsschild ab


Sie hoffen darauf, dass der Staat wie angekündigt das Eiland kauft

Vor fast genau einem Jahr sorgte die Nachricht, dass das kleine zu den Kanarischen Inseln gehörende Eiland Montaña Clara zum Verkauf steht, für Aufsehen. Neun Millionen Euro wollten die Besitzer, die von Lanzarote stammende Familie López Socas, für die unbewohnte Felseninsel haben, die zum nördlich von Lanzarote gelegenen Chinijo-Archipel gehört.

Inzwischen haben sich die damaligen Vermutungen, die Familie wolle mit dem Verkaufsangebot der unter Naturschutz stehenden, 1,48 Quadratkilometer kleinen Insel nur den Staat unter Druck setzen, bestätigt. Das Verkaufsangebot wurde jetzt jedenfalls zurückgenommen.

Im Grunde stand ohnehin seit September vergangenen Jahres fest, dass eigentlich nur der spanische Staat als neuer Eigentümer des Eilands in Frage kommt. Damals erklärte der Ministerrat die Gemeinnützigkeit Montaña Claras und des ebenfalls zum Chinijo-Archipel gehörenden Eilands Alegranza, was im Grunde die Enteignung der Inseln zur Folge haben müsste.

Dennoch behielten die Eigentümer das Verkaufsangebot vorerst bei. Inzwischen dreht sich alles nur noch um die Frage des Geldes, denn eigentlich erhoffen sich die Eigentümer von Montaña Clara weit mehr als neun Millionen Euro.

Letztendlich hängt der Preis von dem endgültigen Verlauf der Abgrenzung zwischen öffentlichem und privatem Boden ab, den der Staat bestimmen muss und nach dem sich die Entschädigungssumme, die bei einer darauf folgenden Enteignung gezahlt werden müss­te, richtet. Der bisherige Verlauf wurde von den Eigentümern als „missbräuchlich“ vor Gericht angefochten.




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